| Sonnenblumen und Mais-Feld |
Schatzgräber wider Willen – was ich noch fand bei meinem Rundgang durch den Wald, ohne danach gesucht zu haben
Es gibt auch immaterielle Werte in einer durch und durch materialistisch
bestimmten Gesellschaft, die eine Leistungsgesellschaft sein will – und in der nicht
Denker über Werte reden, sondern zynische Gestalten aus der Politik bestimmen,
was – gerade – als Wert zu gelten hat oder ein Unwert ist, „Umwerter“ von oben,
hier und dort!
Wenn ich losgehe, in den Wald, an den Fluss, in die Natur, durch die Fluren
und steinreichen Felder mit „Kulturen“, mit Sonnenblumen und Mais, Gerste und
Hafer und Weizen, durch seltene Wiesen, dann ist es nicht immer die Lust, die
mich antreibt, sondern der „Frust“, wie es im Volk heißt oder die Ärgernisse der
Krankheit[1],
gegen die ich in der Natur Ablenkung und Trost suche.
Der Weg ist dabei das Ziel.
Nach Motiven, über die ich später schreibe, brauche ich nicht zu suchen,
denn sie ergeben sich selbst, wen man die Augen offenhält und die Umwelt, die
Natur, die uns umgibt, näher betrachtet.
Ein hypothetisches Ziel gibt es auch – gestern, die Steinriegel, die ich
schon Jahren hier erwandert und auch fotografiert hatte, seinerzeit nicht nach
dem „besonderen Stein“ suchend, sondern, Schlangen und Echsen beobachtend, nach
dem leben in den – scheinbar toten – Steinhaufen!
Wie viele Hände wurden gebracht, um diese Hügel, die fast schon Berge sind,
so aufzutürmen?
Einige Dutzend davon gibt es in dieser Gegend – inspiziert habe ich sie
fast alle, über Steine nachdenkend und über den Weg der Steine, lange nach der
Steinzeit und der Entstehung der vielen Steine,
Das Positive zuerst: ein springendes Reh, hin zum Waldrand und in
die Geborgenheit des Waldes – zu weit für meine Kamera; ein paar Aufnahmen
machte ich trotzdem, immer noch in Gedanken an die steinigen Felder, auf den
nichts wächst ohne massive Düngung, und an die Steinhaufen und trockenmauern
als Botschafter aus einer vergangenen Zeit.
Das tote Reh hatte ich fast schon vergessen – nun folgten neue Tote, die Blindschleiche,
totgetreten am Wegrand, dann zwei weitere tote Marder, zu makaber für eine
Bild-Veröffentlichung, ein Kopf mit Zähnen, dann noch ein plattgefahrener Kopf
im Feld mit Fell, wahrscheinlich unter die Räder gekommen bei dem gerade
erfolgten Abernten des Gerstenfeldes mit dem Mähdrescher, der so tödlich für
das höheres Leben ist wie der Rasenmäher in der nahen Stadt-Zivilisation für
Millionen Insekten.
Und dann, zur Krönung des motivisch ergiebigen Rundgangs noch, ein Höhe-
und Glanzpunkt noch der modernen Kultur-Gesellschaft: an der gleichen Stelle am
stillgelegten Gleis, wo ich früher schon ein paar angetrunkene Alkoholflaschen
mitgenommen hatte, die Reste eines Gelages, zur Toilettenreinigung, denn Wodka
wirkt auch desinfizierend, antibakteriell, nun eine neue Segnung:
Umweltmüll!
Ein Übermensch hatte dort einen Teil seiner Kleiderkammer entsorgt, mit
Rucksack!
Wenn das Pferd davon scheu wird, wenn es vorbeigeführt wird, ist das kein
Wunder! Doch bisher ließ man das dort liegen, der Vergänglichkeit überlassen
– wie die drei toten Marder, um die sich keiner weiter kümmert!
[1] Über die Gründe schrieb
ich erst vor Tagen, Ursachen, die – neben der Enthauptung meines Blogs bei
WordPress und der Vernichtung meiner Aufklärungsarbeit aus 17 Jahren – lange zurückliegen,
aber auch mit der ungesunden Nahrung aus den Supermärkten zusammenhängen, die für
den Endkunden - und Darmpatienten - oft intransparent ist, weil die Politik das
so ermöglicht.
Ich
bin immer noch auf der Suche nach dem ganz einfachen Leben, habe dieses Endziel
aber – menschlich-allzu menschlich und nicht immer konsequent – leider noch nicht
erreicht.
Carl Gibson mit Stock am Waldrand, Juli 2026 - der Weg ist das Ziel, Motive fallen dem Betrachter zu
Sonnenblumen und Mais-Feld Steinreiches Feld
| Steinriegel |
Hochsitz - ein Bollwerk der Moderne an sich!?
Kultur und Zivilisation - "Entsorgte", weggeworfene Kleidung: Umweltmüll ... an stillgelegten Gleis bei Dittwar gen Tauberbischofsheim
| Ahorn mit Hochsitz, Landschaft |
| Ahorn am Feld, 20. Juli 2026 |
Einen Aronstab habe ich nicht, aber einen Ahornstab[1],
auf den ich mich stütze und auf den ich mich verlasse auf meinem Rundgang durch den Wald – ein Gefährte ist er, ein Weg-Begleiter, der den Gang, der jederzeit auch der letzte Gang sein kann, weniger einsam macht – und der auch hält, was er versprach ohne zu reden, auch dort, wo das - oft schon morsche – Haselnussholz versagt.
Das lehrte mich die Natur im Wald.
Ein Gleichnis für das Leben!?
Also bedenke man zur rechten Zeit, auf wen man sich stützt, wem man vertraut; denn, kommt es zum Genickbruch am Hang, ist auch das Hadern über die eigene Nachsichtigkeit vergebens.
[1] Ein paar Tage ging er mir verloren, da abgelenkt fotografierend und von Tausend rotierenden Gedanken im Kopf, Beiträge konzipierend, schreibend und wieder schreibend, auch ohne Stift und Papier: dann aber fand ich wieder, am „schönen Ort“, den andere auch schon zum „Abort“ machten. Jetzt stütze ich mich wieder auf den bewährten Freund und Gefährten.
Darüber hinaus hatte ich bis vor Tagen ein paar Ahorn-Austriebe vor der Terrasse, die dort nicht wachsen dürfen – und die mir man jetzt genommen hat mit dem Weißdorn, der Schatten spendete - mit der Gartenschere und der Säge, „enthauptend“, doch passen zum Geist der Zeit – wie die anderen aus der Dunkelheit und dem Nebel Avalons meinen ganzen Blog bei WordPress und meine Arbeit aus 17 Jahren – einfach „ausge-merz-t“ mit Stumpf und Stiel - als „Unkraut“, wobei die Ausmerzenden bestimmen, was ein Unkraut ist, was zur Kultur gehört oder auch nicht – und was ausgerottet werden darf und muss von denen, die ohne Kultur auskommen, bis auf die Un-Kultur!
Den Ahorn und das lichte Holz des Ahorns seit je her wertschätzend, habe ich auch noch einen hellen Ahorn-Tisch, eine Tavola Grande im Toskana-Stil, eine Erinnerung aus besseren Tagen, dazu auch die passende Bank zum Tafeln auch aus Ahorn-Holz, beide Stücke Maß-Arbeiten, angefertigt von dem väterlichen Freund Walter Popp aus Wachbach, der nicht nur ein ausgebildeter Schreiner war, sondern auch ein begnadeter.
Vgl. auch:
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen