| 1 000 Pilze |
Tausend Pilze - vor meiner Haustür am Viadukt
| Links an dem Hang - die Pilze |
Spätlinge?
Späte Ernte am steinernen Garten: gelbe Tomaten und Peperoni im Oktober
genau am 7 Oktober.
Späte Pflanzung - späte Ernte !
Es ist rührend zu beobachten, wie auch die Späten zur Blüte streben, zur Frucht und Reife - zur Vollendung!
Das hat die Natur so vorgesehen!
Einige dieser "Spätentwickler" hängen noch, wartend auf ein paar südlichere Tage - oder auf den ersten Frost!
| Spätlinge? Späte Ernte am steinernen Garten: gelbe Tomaten und Peperoni im Oktober |
Tausend Fliegen ... auf dem Pferdemist im Wald ... und Tausend Käfer ... auf dem Kuhfladen - auch das ist Natur, wenn auch jenseits der Ästhetik und der Dekadenz
| Schönes Ross - kommt auf mich zu, weiter unten, im Tal, an einem Hang |
| Pferde im Herbst, hier weidend |
Die vermutliche Schöpfer - und das Werk!
| Maus-Spuren, sie kommt in der Nacht - und tanzt auf dem Tisch |
| Peperoni aus eigener Produktion - angeknabbert von einer freche Maus, die auch die Couch nicht verschont |
| Maus-Kadaver in der Natur, geköpft |
Manche Mäuse mögen es scharf – noch ein natürliches Wunder?
Eine meiner Mäuse frisst selbst Peperoni!
Es war schon im späten September, als ich eine Maus beobachtete, die in meinem steinernen Garten, der auch ein Kräutergarten ist, eine „kleine Provence“, junge Paprika-Pflänzchen, die aus Kernen wild hervorgesprossen waren, einfach fällte, mit einem Biss, doch ohne etwas davon wegzuschleppen in das Loch oder gleich zu verzehren.
Ein sinnloser Akt der Bosheit, würde man in Menschenwelten vielleicht sagen? Zerstörung, Vernichtung, nur um der reinen Destruktion willen? Das beherrscht der Mensch besser als die Wesen in der Natur!
Vielleicht schärfte die Maus so nur ihre Zähne?
Nun aber vertilgte eine der gefräßigen Mäuse hier vor meiner Terrasse nicht nur die zur Nachzucht zum Trocknen ausgebreiteten Kerne auf dem Teller, sondern knabberte auch noch zwei rote Paprikaschoten an; und kurz darauf auch noch zwei feurige Peperoni aus eigener Produktion!
Ein Wunder auch das, aus der Natur, nach dem Kürbis-Wunder am Fluss?
| Ratte am Brehmbach kommt auf mich zu |
Ratte am Brehmbach ... kommt auf mich zu
| Ratte am Brehmbach kommt auf mich zu - am 7. Oktober 2026 |
Auch sie - ein Teil der Schöpfung!
Ich kenne da noch ganz andere Ratten!
Tausend Fliegen ... auf dem Pferdemist im Wald ... und Tausend Käfer ... auf dem Kuhfladen - auch das ist Natur, wenn auch jenseits der Ästhetik und der Dekadenz
| Schönes Ross - kommt auf mich zu, weiter unten, im Tal, an einem Hang |
| Pferde im Herbst, hier weidend |
| Frisch produziert |
| die Enthauptete - drei Wochen nach der Heimsuchung - erholt |
Schicksale in der Pflanzenwelt – die Enthauptete unter den Königskerzen hat es wieder einmal erwischt
Leute gibt es, die können mit Königskerzen nichts anfangen.
Dann gibt es aber auch noch Leute, die können gesamten Natur nichts anfangen; sie schauen lieber Fußball, Krimis im deutschen Doofen-Fernsehen, wo sich alles Seichte dieser Erde angesammelt zu haben scheint, neben Hass, Hetze und Desinformation; oder gehen mit dem Hund Gassi, als Quintessenz ihres Lebens, dabei auch noch ins Handy starrend, abgelenkt im wichtigen Telefonat, während die Kampfhunde – schwach gehalten an der Leine – auf andere Hunde losgehen, auf kleine, friedliche Wesen, brav am Gängelband einer gütigen Herrin wie jüngst hier, am Bach – diese im Gespräch mit mir, auch über Lichtgestalten dieser Tage, auch noch als echte Lichtgestalt, die ihre freundliches, positiv-konstruktive Ausstrahlung auch nach Jahrzehnten noch behalten hat, beneidet nicht von vielen, aber von einigen doch.
Das Gespräch lichtet – die Vergangenheit manchmal, aber auch die Gegenwart und die Welt, in der man lebt oder oft, wie ich hier seit nunmehr acht Jahren, auch aneinander vorbei lebt, weil man nicht her miteinander redet.
Am Morgen noch stand sie da, aufrecht, mit Tau bedeckt in der Morgensonne, gut erholt nach der Heimsuchung vor drei Wochen mit dem scharfen Zurückschneiden der Behaarten, von mir verewigt.
Eigentlich müsste ich sie retten, ausgraben, ein paar Meter weiter östlich einpflanzen in meinen steinernen Garten, der eine kleine Provence ist - und auch ein Kräutergarten, mit allem, was darin kreucht und fleucht, webt und lebt, dachte ich mir
Doch das Eigentum ist heilig im philosophischen Land der brav-korrekten Deutschen, die erhabene Geister, keine profanen Materialisten sind, mit allem, was darauf wächst, blüht und gedeiht, nur für die Hunde nicht, die darauf scheißen, weil sie die frommen Ermahnungen auf dem Täfelchen nicht lesen können – und die Hundehalter wohl auch nicht!?
Dann wurde es Mittag an einem Mittwoch, in welchem hier in der Region fast nichts mehr geht, weder beim Metzger, den es hier nicht gibt, noch beim Arzt, der seine Praxis geschlossen hält, oder in der Sparkasse, wo man die schwer arbeitenden Mitarbeiter von der Überlastung bewahren muss.
Also stand Gartenarbeit an in der Nachbarschaft – und das Los der Aufrechten unter den Pflanzen des Heilens war besiegelt!
Was der Mähroboter nicht schaffte, das vollende der Mensch, indem er über die Prächtige einfach hinweg fuhr! Im Deja-Vu![1]
Schicksal auch dies – einmal kommt die Raupe[2], macht Tabula rasa, frisst die Königliche, die ich seit Jahren beobachte und studiere, einfach kahl, um selbst zu leben; ein anderes Mal kommt der Ignorant als Krone der Schöpfung, um alles zu zerstören, was er nicht kennt, was er Unkraut nennt, weil einiges aus der Natur nicht zu seiner Kultur gehört.
Die Schuld liegt wohl bei der Königskerze, die gerade dort wachsen wollte, wo sie nicht gewollt war, war zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort?
Grund genug, um auch darüber zu philosophieren!?[3]
Doch, da sie nicht nur erhaben ist, anmutig, schön und zäh[4], was man mir auch schon sagte, steht sie immer da – und lebt,
im Aufrechten Stand[5].
[1] Carl Gibson: Werke und Schriften, Online-Edition: Die Enthauptete unter den Königskerzen ist wieder da Oder: der Aufrechte Stand,
[2] Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Die Raupe eines Schmetterlings befällt eine Königskerze am Teich und frisst sie kahl Oder als auch ich einmal Gott spielte, in die Schöpfung eingriff und die letzte Königskerze gegenüber doch noch rettete
[4] Carl Gibsons Philosophie- und Essayistik-Blog: Der Kampf um das Licht – oder: Was mich mit der Königskerze verbindet,
[5] Den Aufrechten Gang aber reklamiert, beansprucht jeder verlogene Politiker für sich, der immer aufrecht erscheinen will, besonders, wenn er lügt.
| Königskerze am Straßenrand |
| Königskerze am Teich im späten September |
Königskerzen im späten September
| die Enthauptete - drei Wochen nach der Heimsuchung - erholt |
| Königskerze am Teich im späten September |
| Königskerze am Teich im späten September |
| Königskerze am Teich, verblüht - im späten September |
| Am Teich - sehr niedriger Wasserstand |
| Wacholder am Hang - typisch für die Gegend an der Tauber |
neben der Silberdistel und der Königskerze
Wacholder am Hang
| Wacholder am Hang - typisch für die Gegend an der Tauber |
neben der Silberdistel und der Königskerze
https://de.wikipedia.org/wiki/Wacholder
| Beeren |
| Einsamer Wacholder - ein Strauch ist das nicht mehr, das ist ein Baum! |
| Kürbisse in der Tauber |
Riesen-Bratkürbisse im Wasser der Tauber - eine Kuriosität aus der Natur zur Erntezeit ... und ein kleines Wunder?
„Was leuchtet mir da entgegen“, fragte ich mich, nachdem ich, die so oft beim Vorbeistreifen, einen – fast obligatorischen Blick in die kleine Einbuchtung geworfen hatte, wo sonst nur Wasservögel oder eine Bisamratte zu sehen waren, vor allem Gänse, Enten und selten auch einmal ein Zwergtaucher, heute aber etwas: orange und rund!?
Ein Luftballon, gelandet im Fluss? Wieder einmal ein Fußball, nach den längst vertobten Spielen?
Das objektiv der Kamera brachte mir die rätselhaften Objekte näher – und in der Tat: es waren Kürbisse, aus dem Grün der Halbinsel in das Wasser ragend!
Entschlossen, auch dieser Sache auf den Grund zu gehen, machte ich Kehrt; eine Hecke aus Brennnesseln und Brombeeren lag vor mir, verbaute mir den Weg, doch da musste durch, wollte ich das Ziel erreichen – mit dem kleinen Wunder aus der Natur, Riesen-Kürbisse im Flusswasser schwimmend.
Also kämpfte ich mich durch, 20, 30 Meter in kurzen Hosen, erreichte mit Müh und Not die Not die Stelle und machte ein paar Fotos.
Hatte ein Vogel die Samen verbreitet, Kürbiskerne, der Wind oder gar ein Mensch?
Wer wird die Früchte ernten – in der Ente-Zeit, im goldenen Oktober?
Bilder kamen mir in den Sinn, vor etwa 20 Jahren aufgenommen und bald danach ins Netz gestellt[1], als ich noch, weiter oben an der Tauber, nicht nur schrieb, am Testimonium, während mir, um 5 Uhr in der Früh, die Rehe ästen am Waldrand, sondern auch gärtnerte.
[1] Heute, zwei Jahrzehnte danach, bestelle ich wieder einen Garten - wie Candide! Nachdem die anderen Saaten ausgebracht wurden, in einer Wüste!
Die alten Bilder sieht man hier, zufällig auch damals schon mit Kürbissen und Peperoni!
| Kürbisse in der Tauber |
Manche Mäuse mögen es scharf – noch ein natürliches Wunder?
Eine meiner Mäuse frisst selbst Peperoni!
Es war schon im späten September, als ich eine Maus beobachtete, die in meinem steinernen Garten, der auch ein Kräutergarten ist, eine „kleine Provence“, junge Paprika-Pflänzchen, die aus Kernen wild hervorgesprossen waren, einfach fällte, mit einem Biss, doch ohne etwas davon wegzuschleppen in das Loch oder gleich zu verzehren.
Ein sinnloser Akt der Bosheit, würde man in Menschenwelten vielleicht sagen? Zerstörung, Vernichtung, nur um der reinen Destruktion willen? Das beherrscht der Mensch besser als die Wesen in der Natur!
Vielleicht schärfte die Maus so nur ihre Zähne?
Nun aber vertilgte eine der gefräßigen Mäuse hier vor meiner Terrasse nicht nur die zur Nachzucht zum Trocknen ausgebreiteten Kerne auf dem Teller, sondern knabberte auch noch zwei rote Paprikaschoten an; und kurz darauf auch noch zwei feurige Peperoni aus eigener Produktion!
Ein Wunder auch das, aus der Natur, nach dem Kürbis-Wunder am Fluss?
Holunder
| Holunder |
| Holunder, abgestorben, verdorrt |
Steinriegel mit porösen Steinen
Steinriegel mit porösen Steinen |
Poröser Stein |
| Muschelkalk mit Einschlüssen |
| Trockenmauer - Refugium für Reptilien |
Bimsstein
https://de.wikipedia.org/wiki/Bims |
Hier, an der Tauber, sehr selten!
https://de.wikipedia.org/wiki/Bims
| Bims, leicht, schwimmt im Wasser |
Der erste dieser Art, den ich hier fand.
Herbstzeitlosen
| Herbstzeitlosen |
Mit den Augen zu genießen, nicht mit dem Mund, denn sie sind tödlich giftig.
Sie sagen uns, dass es Herbst wird - oder schon ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Herbstzeitlose
| Unter den Obstbäumen |
| Im Herbst |
| Herbstzeitlosen und Fallobst |
| Heckenbraunelle, tot, |
| Heckenbraunelle, tot, ins Licht geflogen - und gescheitert an einer Fensterscheibe |
Das tote Vögelchen auf dem Fußboden,
Düngen nicht das Feld dem Leben
Mit der Asche der Gefühle
Lenau, An den Tod[1]
nun, wo ich schon keine Rückschläge mehr ertragen kann, auch die kleinsten nicht, ohne der Melancholie nahe zu kommen, nun noch einer, am frühen Morgen:
das Vöglein, das ich so recht nie zu Gesicht bekam, so lange es lebte und sich hier in den Büschen tummelte, am steinernen Garten, liegt nun tot vor mir, starr, vor meinen Füßen wie der Kamerad im traurigen Lied Uhlands, des fast vergessenen Schwaben.
Jetzt kann ich es lange ansehen, fotografisch verewigen im Internet, endlich genauer bestimmen[2] als vorher, als ich nur den Schatten sah und die Bewegung.
Die beiden Turteltauben hier, im Nest, im Baum, wurden auch nicht alt. Eine, die ich unsicher flattern noch ablichtete, ertrank im Wasser der Regentonne, während die andere, die ich noch zwei Tage erblickte, gefüttert von den Eltern, hier, im Geäst, wahrscheinlich die Beute eines Räubers wurde, denn ich sah sie nie wieder.
Die Vergänglichkeit durchzieht die gesamte Natur; und sie macht auch vor den geliebten Menschen nicht halt: wohin ich auch schaue in der Erinnerung- fast überall sehe ich nur noch Tote.
[1] Welch eine Formulierung!
Aus:
An den Tod
Wenns mir einst im Herzen modert,
Wenn der Dichtkunst kühne Flammen
Und der Liebe Brand verlodert,
Tod, dann brich den Leib zusammen!
Brich ihn schnell, nicht langsam wühle,
Deinen Sänger laß entschweben,
Düngen nicht das Feld dem Leben
Mit der Asche der Gefühle.
| Blindschleiche zwischen warmen Steinen im Steinriegel |
Blindschleiche zwischen warmen Steinen im Steinriegel |
Blindschleiche zwischen warmen Steinen im Steinriegel |
Blindschleiche zwischen warmen Steinen im Steinriegel
| Schien tot - ist aber lebendig |
| Blindschleiche zwischen warmen Steinen im Steinriegel |
| Und sie bewegt sich doch |
| Am Steinriegel |
| Kormoran in der Sonne |
Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Natur-Bilder oder Bilder der "Schöpfung":Naturbeobachtung und Naturfotografie - Naturfreund Carl Gibson seit mehr als 10 Jahren an der Tauber unterwegs - eine Bilder-Sammlung
Der Kormoran auf dem kahlen Ast
und
im Flug,
Zwei Kormorane in der herbstlichen Tauber auf der Jagd nach den Fischen bei niedrigem Wasserstand
Der Zufall wollte es, dass es auch noch einen vierten Tag der Begegnung mit dem Vielfraß gab, der in Asien auch zum Fischen eingesetzt wird. Zu den Steinen am Hang unterwegs, wo ich auch ein paar Wacholderbeeren pflückte an einem einsamen Strauch, der eigentlich schon zum richtigen Baum ausgewachsen war, machte ich, obwohl schon müde und ausgelaugt, doch noch einem Umweg an den Fluss – und, darauf hatte ich auch insgeheim spekuliert, fast gehofft, das aß er nun wieder, der Phlegmatiker, in guter Gesellschaft eines weiteren Kormorans. Unweit der Reiher, der gleich aufflog, noch vor dem Gefährten, den es ebenfalls in die Flucht trieb.
Nur der Eine blieb sitzen, quasi als Dank für die Verewigung im Internet, die bleiben wird, wenn nicjt auch dieser Blog noch von unbekannter gelöscht wird – mit allem, was in ihm ist, mit der Arbeit aus 17 Jahren!
Das Ausharren in Exponiertheit, auf die Gefahr hin, auf den Jäger zutreffen, der auch das Brustfleisch der erlegten Kormorane verspeist, neben dem Fleisch der Nutria[1], dokumentierte ich fotografisch, zog dann weiter, währte der Gefährte oder die Gefährtin über mir kreiste.
Eine Stunde später, auf dem Rückweg, saßen sie wieder zusammen, in trauter Gemeinschaft, im Gegenlicht der Abendsonne – ich knipste, der eine Vogel flog sofort davon, der Phlegmatiker aber blieb sitzen.
Wahrscheinlich hatte er nur gute Erfahrungen mit nahenden Menschen gemacht, mit Jägern mit der Kamera, nicht mit dem Schießgewehr!?
Ein - phlegmatischer - Kormoran auf einem Bein auf einem Stein auf einer Insel in der Tauber - kontemplativ die Sonne genießend
An drei Tagen erwies er mir die Ehre, am Fluss, an der Tauber, wo ich seinesgleichen schon oft ablichtete um dann die Bilder in das Internet zu stellen, auch für andere, die nicht in die Natur können, Bilder, die jetzt – nach der Enthauptung meines Hauptblogs bei WordPress – für immer verloren sind!
Solches ist möglich in der freien Welt des Westens ohne Zensur!
Nur noch wenige Beiträge zum Thema Kormoran[1] werden überhaupt noch gefunden!
Als ich, vertrieben durch den Baulärm in der Nachbarwohnung, an den Fluss geflüchtet, dort ankam, saß er da, die Flügel trocknend.
Wahrscheinlich nach der Mahlzeit – obwohl sonst sehr scheu und kaum schwimmend oder tauchend zu fotografieren, flog er nicht auf und davon, um dann am blauen Himmel zu kreisen, bevor er sich auf einen – für ihn gemachten – kahlen Ast an einer Erle zur Ruhe setzte; er schien schon satt, sah mich nahen, heranpirschen, doch ohne Lust das Weite zu suchen.
Also machte ich ein paar Aufnahmen, bevor er dann doch noch floh.
Am zweiten Tag war er noch wesentlich phlegmatischer – auf einem Bein auf einem Stein im Fluss an einer ruhigen Stelle, wo sonst Kanada-Gänse brüten; bei nicht gerade optimalen Lichtverhältnissen schoss ich gleich ein paar Dutzend Bilder, während der Vogel, ein ungeliebter Gast bei Anglern, da ein Konkurrent wie der Reiher beim Herausfischen eingesetzte Fische, sein Federnkleid trocknete und reinigte.
Ich ging weiter, um nach der Natter zu sehen, die ich am Vortag dort im Gras erlebt hatte, fand aber keine Schlangen an dem Schlangenbühl vor, der auf meinem Rundweg liegt und den ich seit Jahren schon beobachte.
Am Fluss zurück nach einer halben Stunde, saß der schwarze Vogel mit dem langen, gekrümmten Schnabel immer da, genoss die Sonne und den Tag!
Am dritten Tag schließlich, gestern, sah ich ihn erneut, im Gegenlicht der Abendsonne, wieder satt das Federnkleid trocknend.
Wer meine Naturbilder verfolgt, kann dort viele Kormorane sehen, seit 2015 auch im Winter; sie gehören inzwischen in die Landschaft, auch, wenn sie hier selten sind, anders als an der Ostsee.
| Auf einem Bein - in Kontemplation, über das Leben nachsinnend, geradezu philosophisch |
| Graureiher in der Morgensonne |
| Graureiher in der Morgensonne mit Taube |
Der Graureiher in der Morgensonne vor meiner Haustür
Bis zur Tauber muss ich nicht gehen – wie so oft – um ihn zu erleben; während ich mein karges Frühstück einnehme auf der noch kühlen Terrasse, das zweite nach dem Milchkaffee schon in der haben Nacht, kommt er herangeflogen aus den Lüften und setzt sich, wo gerade noch eine Taube saß, in die Spitze eines Baumes, den schwächeren Vogel, den ich gerade abzulichten gedachte in der hellen Morgensonne, mit Macht verdrängend.
Also fotografiere ich ihn, den Scheuen, der, nicht weit hier, am Stadtrand, am Jakobsweg dort wohl seinen Horst hat, wo ein ganzes Dutzend Reiher hausen. Nicht selten fliegen mir einige dieser Vögel tagsüber über den Kopf, um hier am Bach oder an der nahen Tauber zu landen, wo es frischen Fisch gibt, auch ohne Anglerschein.
Die Sonne strahlt in an – er scheint bereits satt zu sein, schon nach dem Frühstück, das es ich aus dem Brehmbach holt, unmittelbar unter ihm, auch das Mittag- und Abendessen, wenn der Tag im hold ist. Jährlich werden dort Fische eingesetzt, ein paar tausend Forellen aus der Rhön, zwei im Jahr für den Angler, die anderen für den Reiher, den es hier auch als Silberreiher gibt, nur seltener!?
Wie ich dem Biber[1] nachstieg, drei Jahre hindurch, in der Region an den Bächen, vor allem aber an der Tauber, so machte ich Tausend Reiher[2]-Aufnahmen, stellte die Bilder ins Netz, auch auf Mäusejagd, da Mäuse vielleicht sättigender sind als Fische – und leichter zum Fangen.
Über den Dingen thront er, saturiert und selbstzufrieden – und unter ihm das Tosen der Welt: eine Dame mit Hund, nach alter Schule noch wandelnd, ohne Handy, dann ein Jogger, ein Traktor, Fußgänger, der Zug über das die Gleise am Viadukt rollend, dann noch eine jüngere Frau mit Hund, die Enkelin vielleicht, und auch ohne das Handy vor der Nase, das Statussymbol schlechthin, das heute in Deutschland zum aufrechten Gang gehört.
Auf den Abflug wartend, stehe ich eine Viertelstunde fast reglos da – und verpasse diesen doch, gleich manchem im Leben.
Der Vogel ist frei – und er fliegt, wohin er will und wann er es will.
[1] Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Der Biber in der Tauber-Region
Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Der Biber an Fluss und Teich
[2] Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Der Graureiher im Brehmbach im Winter
Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Der Reiher im Flug
Einige Beiträge dazu verschwanden mit dem Löschen meines Blogs bei WordPress durch unbekannte Kräfte aus der Dunkelheit.