Sonntag, 9. August 2026

Was wurde aus den Königskerzen an den Tauber-Teichen in diesem besonders heißen Sommer?

 

Königskerze am Teich -

 
Was wurde aus den Königskerzen an den Tauber-Teichen in diesem besonders heißen Sommer?

Nach längerer Abwesenheit am Fluss, da ich in den letzten Wochen im Wald unterwegs war, Steine suchend und andere Dinge findend, vor allem wenig erfreuliche, habe ich mich wieder auf den Weg gemacht, in den renaturieren Bereich der Tauber, wo ich jahrelang meine Rundgänge machte, speziell, um nach den dort gedeihenden Königskerzen zu sehen und nach dem, was aus ihnen geworden war in der Gluthitze der beiden letzten Monate.

Was zu erwarten war: niedriger Wasserstand im Fluss, das Gras trocken, schon braun, von der Sonne verbrannt. Einige – mir unbekannte - Wasservögel erspähte ich, sie tauchten vergnügt in der kühlen Flut, ein Art Gänsesäger?

Ein paar Fotos, dann flogen sie davon!

Kurz darauf fiel mir der Meerrettich[1] auf, der dort wild wächst – die Blätter braun, in Auflösung! Eine Krankheit, rätselte ich, ein Pilz, der die pilzfeindliche – sonst unverwüstliche -Pflanze befallen hat? Nein, es war die Sonne und das fehlende Wasser, das den Meerrettich austrocknete, verdorren ließ!

Nur noch Schritte weiter: der Teich und die Stelle an einem Bühl, wo ich sonst Nattern und Eidechsen beobachtete oder auch manchen bunten Schmetterling, der sich an dem warmen Steinen aufwärmt.

Eine prächtige Königskerze hatte ich noch gut in Erinnerung – vor ein paar Wochen schon stand sie gut da! Wie hatte sie sich bewährt, gehalten, behauptet in der Sommerhitze?

Sie hatte es geschafft – steht immer noch gut da, wenn auch nicht so üppig, im Licht, neben ein paar anderen, die allerdings von den mit Macht nach oben schießenden Weiden überwuchert wurden und wohl nicht mehr hochkommen werde, heraus aus dem Schattendasein!

Eine Königskerze aus dem Vorjahr an einem anderen Teich sah ich auch noch – das sie eine zweijährige Pflanze ist, wird sie wiederkommen, im nächsten Jahr, auch, weil ich dort noch mehr von dem Samen verstreute.

Die Königskerze ist zäh, genügsam, braucht wenig, auch kaum Wasser, aber Licht, was den Menschen zu denken geben sollen, die immer noch im Dunkel leben und sich von Dunkelmännern regieren und bestimmten lassen in dieser freiesten aller freien Welten!

 



[1] Erwächst auch hier, vor meiner Haustür, neben dem Viadukt und den „Schönen Ort“ – quasi in zweiter Kultur nachdem das Gras weg ist, zu Heu gemacht wurde.

Mehr dazu aus besseren und grüneren Tagen im Jahr 2021, trotz Pandemie – die vielen Naturbilder aus jenem Jahr waren einmalig, sind unwiederbringlich:

 

Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Meerrettich am Wegrand und auf der Wiese - in Österreich heißt er "Kren"!

 


Königskerze am Teich - unweit der Tauber











Königskerze am Teich -



Schattendasein - Königskerze am Teich - überwuchert von Weiden





Der Kampf um das Licht







Königskerze am Teich -





Königskerze am Teich - klein geblieben im Schatten der Weiden






Königskerze (zweijährig) aus dem Vorjahr am anderen Teich 


Kratzdistel an dem anderen Schlangenbühl


Teich in der Landschaft

Teich - überdüngt?



Appell an die Bürger und Hundefreunde: Schützt die Natur




Meerrettich - vertrocknet 




Meerrettich - noch grün




 Unter und zwischen Königskerzen




Carl Gibson zwischen Königskerzen August 2026


Carl Gibson unter der Königskerze, August 2026


Carl Gibson zwischen Königskerzen  in der Morgensonne, August 2026

Königskerze in der Nachbarschaft, ein Prachtexemplar betreut von Klaus





Samstag, 8. August 2026

Rosmarin

 

Rosmarin


Rosmarin

Im Banat war er überall präsent, zog mit durchs Leben, wesensbestimmend, obwohl ich, in der Kindheit oft, ja, täglich, in der Natur unterwegs, ihn nirgendwo frei wachsen sah; weder in den eigenen Gärten der Familie, noch auf den Feldern rund um die deutsche Gemeinde.

Wahrscheinlich gab es ihn schon zur Taufe oder zur Kommunion? Nachfragen kann ich heute nicht mehr; denn alles, die noch Auskunft hätten geben können, sind längst schon tot!

Jedenfalls wurde er allen geladenen Gästen angesteckt, am Kragen, wenn Hochzeiten gefeiert wurden – und das war oft im Dorf, da fast jeder mit jeden näher oder weiter verwandt war.

Beim Kirchweih-Fest war der Rosmarin-Strauch immer da, durch die Gegend getanzt vom Vortänzer mit seiner Auserwählten, die er später dann oft auch heimführte als Gattin.

Mir ist jedoch auch der morbide Geruch des Rosmarins noch in der Nase, im steinernen Garten, wenn ich mit der Hand über die Pflanzen streiche oder in der Küche, wenn Speisen mit Thymian, Salbe und ich mit Rosmarin gewürzt werden, provenzalische, toskanische Gerichte, denn es ist ein Todesduft, der hochsteigt, unbewusst und doch bewusst an die Leichen erinnernd, offen aufgebahrt im Wohn- und Sterbezimmer der nahen Verwandten im Sarg, an dessen Fußende ein Wasserglas stand mit Wasser, darin ein Rosmarin-Zweig zum Bespritzen des Verstorbenen.

Wer kam, um Abschied zu nehmen von dem mehr oder weniger geliebten Toten, der folgte dem Ritus, während die Angehörigen, geschart um den Sarg, den Rosmarinduft inhalierten, dutzendfach, denn es war eine Gemeinde.

Eine makabre Angelegenheit, wie es heute erscheint, doch archaisch und seit Generationen so eingeübt im deutschen Dorf im Banat.

So wirkte Rosmarin damals – und so wirkt Rosmarin heute noch nach.

Unter und zwischen Königskerzen



Carl Gibson zwischen Königskerzen August 2026



Carl Gibson unter der Königskerze, August 2026



Carl Gibson zwischen Königskerzen  in der Morgensonne, August 2026


Königskerze in der Nachbarschaft, ein Prachtexemplar betreut von Klaus





 

Sonnblumen



Hoch hinaus ... im Hochbeet - Sonnenblumen,  Kratzdisteln und der Rosmarin


Rosmarin



Hoch hinaus im guten Boden - und am Licht




Hier gute Freunde - die Sonnenblumen und die Kratzdisteln




Kleine Königskerze - Nachwuchs im steinernen Garten zwischen Pflanzen und Steinen


Großes und Großartiges beginnen sehr klein, auch die Königskerze, 


unter der ich mich heute verkriechen kann, hier, im steinernen Garten, nach mehr aber in der Nachbarschaft, wo Klaus seit vielen Jahren einen Schrebergarten betreut, mehr vorbildlich, ein Freund von Pflanzen und Insekten.

Dort wächst die Königskerze nahezu in den Himmel!

Neben den Blumen-Frau, die aus dem Ödland hier am Viadukt, aus einer schmutzigen Ecke, ein Beet, ja, einen „Schönen Ort“ machte, inspirierend für mich, auch einen Garten anzulegen, war es Klaus als Lehrmeister in der Insekten-Beobachtung, die ich aufnahm, während der steinerne Garten Gestalt annahm.

Was früher schon da war, vor einem Jahrzehnt schon, auf diversen Gebieten der Naturbeobachtung, wurde jetzt ausgebaut, systematisiert, wissenschaftlich hinterfragt, nicht nur dem Zufall überlassen und dem Schönen Schein wie früher, als eben der Zufall oft meine – fotographischen - Motive bestimmte.

Eine meiner sechs Königskerzen ist auch beachtlich, weitere kommen noch nach, der Hitze trotzend, aber auch im Schatten, in dem sie groß werden sollen.

Feuchtigkeit ist wichtig; bei den Kübelpflanzen, die ich mir nun auch wieder einmal seit Jahren gönne, um ein paar am Stock gereifte Früchte zu genießen, kommt man mit dem Gießen schon nicht mehr nach!

Aber genauso wichtig ist das Licht, der gute Standort.

Wenn dann noch ein guter, humusreicher Boden dazukommt, dann schießt die karge Königskerze, nein, nicht ins Kraut, sondern nur nach oben, gleich der Sonnenblume im Hochbeet daneben, und dem Rosmarin wie anderen Kräutern und Pflanzen, die, trotz der heißen Sonne, bei guten Wachstumsbedingungen auch prächtig gedeihen.



Kleine Königskerze - Nachwuchs im steinernen Garten zwischen Pflanzen und Steinen



Kleine Königskerze - Nachwuchs im steinernen Garten zwischen Pflanzen und Steinen


Kleine Königskerze - Nachwuchs im steinernen Garten zwischen Pflanzen und Steinen




Am Stock gereifte Früchte 


 
Endlich wieder einmal am Stock gereifte Früchte genießen

Dafür war ich bereit, etwas Geld auszugeben, schließlich ist das auch eine kleine Investition in die Gesundheit!

Also schaffte ich ein paar Pflanzen an wie früher schon, beobachtete das Wachstum – und auch das Heranreifen, das beim Menschen schwerer nachzuvollziehen ist und manchmal sogar ganz ausbleibt,

Vor zwei Tagen kaufte ich bei Multimilliardär Schwarz aus Heilbronn ein paar grasgrüne Bananen. Heute schon sind sie gelb, forciert nachgereift, neben anderen grünen, unreifen Früchten, die Menschen krank machen.

Es geht wohl nicht anders, meint die Politik, die das so zulässt!

Hier ernte ich, wenn die Früchte reif sind – wie heute! Und das als einer, der noch weiß, wie eine reife Tomate schmeckt!

Sind die Sorten bereits hochzüchtet, verdorben, die man hier noch kaufen kann in den Märkten?

Die gelbe Tomate schmeckte irgendwie – auch jene von der Krim oder andere aus Mexiko!

Ein Tummelplatz für die Genetiker dieser Tage!?

 



 

Einen Kult betreibe ich nicht, aber etwas ähnliches - Carl Gibson unter der Erhabenen



Carl Gibson im Steinernen Garten


Einsamkeit

Einsamkeit


Zicklein - allein


in der Geborgenheit

Individualisten gibt es auch im Tierbereich - sie gehen eigene Wege, schon früh im Leben, doch nicht allzu weit von der bergenden Herde entfernt.

Nicht anders ist es in der menschlichen Gesellschaft, in der Großfamilie, in Stamm, im Staat. Der Einzelne ist dort gut aufgehoben, er darf einsam sein, allein leben, seine Einsamkeit genießen, malend, komponierend, dichtend, schreibend, und seine Freiheit.

So lange die Gesellschaft funktioniert, fängt sie ihn auf, gleich dem Zicklein nah der Herde. Gerät die Gesellschaft jedoch aus den Fugen, was heute global der Fall ist, dann hat auch das Individuum ein Problem, ein großes Problem, ein existenzielles.


Ziegen-Nachwuchs im Taubertal





Rosmarin



Rosmarin

Im Banat war er überall präsent, zog mit durchs Leben, wesensbestimmend, obwohl ich, in der Kindheit oft, ja, täglich, in der Natur unterwegs, ihn nirgendwo frei wachsen sah; weder in den eigenen Gärten der Familie, noch auf den Feldern rund um die deutsche Gemeinde.

Wahrscheinlich gab es ihn schon zur Taufe oder zur Kommunion? Nachfragen kann ich heute nicht mehr; denn alles, die noch Auskunft hätten geben können, sind längst schon tot!

Jedenfalls wurde er allen geladenen Gästen angesteckt, am Kragen, wenn Hochzeiten gefeiert wurden – und das war oft im Dorf, da fast jeder mit jeden näher oder weiter verwandt war.

Beim Kirchweih-Fest war der Rosmarin-Strauch immer da, durch die Gegend getanzt vom Vortänzer mit seiner Auserwählten, die er später dann oft auch heimführte als Gattin.

Mir ist jedoch auch der morbide Geruch des Rosmarins noch in der Nase, im steinernen Garten, wenn ich mit der Hand über die Pflanzen streiche oder in der Küche, wenn Speisen mit Thymian, Salbe und ich mit Rosmarin gewürzt werden, provenzalische, toskanische Gerichte, denn es ist ein Todesduft, der hochsteigt, unbewusst und doch bewusst an die Leichen erinnernd, offen aufgebahrt im Wohn- und Sterbezimmer der nahen Verwandten im Sarg, an dessen Fußende ein Wasserglas stand mit Wasser, darin ein Rosmarin-Zweig zum Bespritzen des Verstorbenen.

Wer kam, um Abschied zu nehmen von dem mehr oder weniger geliebten Toten, der folgte dem Ritus, während die Angehörigen, geschart um den Sarg, den Rosmarinduft inhalierten, dutzendfach, denn es war eine Gemeinde.

Eine makabre Angelegenheit, wie es heute erscheint, doch archaisch und seit Generationen so eingeübt im deutschen Dorf im Banat.

So wirkte Rosmarin damals – und so wirkt Rosmarin heute noch nach.


 

Sonnblumen



Hoch hinaus ... im Hochbeet - Sonnenblumen,  Kratzdisteln und der Rosmarin


Rosmarin



Hoch hinaus im guten Boden - und am Licht




Hier gute Freunde - die Sonnenblumen und die Kratzdisteln




Kleine Königskerze - Nachwuchs im steinernen Garten zwischen Pflanzen und Steinen


Großes und Großartiges beginnen sehr klein, auch die Königskerze, 


unter der ich mich heute verkriechen kann, hier, im steinernen Garten, nach mehr aber in der Nachbarschaft, wo Klaus seit vielen Jahren einen Schrebergarten betreut, mehr vorbildlich, ein Freund von Pflanzen und Insekten.

Dort wächst die Königskerze nahezu in den Himmel!

Neben den Blumen-Frau, die aus dem Ödland hier am Viadukt, aus einer schmutzigen Ecke, ein Beet, ja, einen „Schönen Ort“ machte, inspirierend für mich, auch einen Garten anzulegen, war es Klaus als Lehrmeister in der Insekten-Beobachtung, die ich aufnahm, während der steinerne Garten Gestalt annahm.

Was früher schon da war, vor einem Jahrzehnt schon, auf diversen Gebieten der Naturbeobachtung, wurde jetzt ausgebaut, systematisiert, wissenschaftlich hinterfragt, nicht nur dem Zufall überlassen und dem Schönen Schein wie früher, als eben der Zufall oft meine – fotographischen - Motive bestimmte.

Eine meiner sechs Königskerzen ist auch beachtlich, weitere kommen noch nach, der Hitze trotzend, aber auch im Schatten, in dem sie groß werden sollen.

Feuchtigkeit ist wichtig; bei den Kübelpflanzen, die ich mir nun auch wieder einmal seit Jahren gönne, um ein paar am Stock gereifte Früchte zu genießen, kommt man mit dem Gießen schon nicht mehr nach!

Aber genauso wichtig ist das Licht, der gute Standort.

Wenn dann noch ein guter, humusreicher Boden dazukommt, dann schießt die karge Königskerze, nein, nicht ins Kraut, sondern nur nach oben, gleich der Sonnenblume im Hochbeet daneben, und dem Rosmarin wie anderen Kräutern und Pflanzen, die, trotz der heißen Sonne, bei guten Wachstumsbedingungen auch prächtig gedeihen.



Kleine Königskerze - Nachwuchs im steinernen Garten zwischen Pflanzen und Steinen



Kleine Königskerze - Nachwuchs im steinernen Garten zwischen Pflanzen und Steinen


Kleine Königskerze - Nachwuchs im steinernen Garten zwischen Pflanzen und Steinen




Am Stock gereifte Früchte 


 
Endlich wieder einmal am Stock gereifte Früchte genießen

Dafür war ich bereit, etwas Geld auszugeben, schließlich ist das auch eine kleine Investition in die Gesundheit!

Also schaffte ich ein paar Pflanzen an wie früher schon, beobachtete das Wachstum – und auch das Heranreifen, das beim Menschen schwerer nachzuvollziehen ist und manchmal sogar ganz ausbleibt,

Vor zwei Tagen kaufte ich bei Multimilliardär Schwarz aus Heilbronn ein paar grasgrüne Bananen. Heute schon sind sie gelb, forciert nachgereift, neben anderen grünen, unreifen Früchten, die Menschen krank machen.

Es geht wohl nicht anders, meint die Politik, die das so zulässt!

Hier ernte ich, wenn die Früchte reif sind – wie heute! Und das als einer, der noch weiß, wie eine reife Tomate schmeckt!

Sind die Sorten bereits hochzüchtet, verdorben, die man hier noch kaufen kann in den Märkten?

Die gelbe Tomate schmeckte irgendwie – auch jene von der Krim oder andere aus Mexiko!

Ein Tummelplatz für die Genetiker dieser Tage!?

 



 

Einen Kult betreibe ich nicht, aber etwas ähnliches - Carl Gibson unter der Erhabenen



Carl Gibson im Steinernen Garten