| Biene auf der Kratzdistel |
| Bienen auf der Kratzdistel - auf der naturbelassenen Wiese |
| Tagpfauenauge und Biene |
| Insekten-Ansammlung auf der Wilden Möhre |
Der Bienenstich – oder: „Du sollst nicht streicheln,
noch sollst du schmeicheln“, sagte sich der Misanthrop, während er seine
Handfläche sanft über einen in voller Blüte stehenden Lavendelstrauch gleiten
ließ, im Selbstgespräch, lange nach Augustinus.
Streicheln muss der Einsame nur noch sich selbst, wenn er es hält mit
Nietzsche, dem wohl Einsamsten und Einsamen, die dichten und schreiben, denn es
erhebt, ist sogar notwendig, um zu überleben – das andere aber überlässt er
besser den anderen, die sich hinauf schmeicheln, wenn sie sich nicht hinauf
schleimen.
Eidechsen und Schlangen lassen sich nicht streichen, noch reagieren sie
gemäß der Erwartung, falls man heuchlerisch zu ihnen spricht.
Solcherlei dachte der Einsame, den man zum Misanthropen gemacht hatte,
auf dem Weg in die Natur, als ein Bienchen, das sich von der großen Hand
bedroht fühlte, zustach, instinktiv, in Abwehr, um sich dann auch noch den
widerhakenden Stachel aus dem Fleisch zu ziehen.
Der Unterarm des Einsamen, der auch nur instinktiv gehandelt hatte, indem
er streichelte, wo es nichts zum Streicheln gab, nur so, aus einer Erinnerung
heraus, und blieb geschwollen einen ganzen Tag, denn das Gift wirkte und lähmte
- wie die Gluthitze jener Sommertage ohne Regen - den Geist und auch die Seele,
die schwermütig wird angesichts des Leids in der Welt, gemessen an dem der weckende
Bienenstich ein Nichts ist.
Also hat man einen Kuchen nach ihm benannt?
| Wildbienen |
Insekten – mein neues Beobachtungsfeld
Ganz so neu ist es nicht, denn ich beobachte und dokumentiere fotografisch
manches aus jenem Bereich schon seit 2011 und stelle Bilder davon ins Netz.
Doch inzwischen – und nicht viel anders als in den drei Kriegen – schaue
ich genauer hin und denke gründlicher über das nach, was ich sehe, im
Microkosmos wie auf weltpolitscher Ebene.
Das Leben der Hummel ist kurz, es währt nur einen Sommer
Bestehend nur aus Arbeit, doch im Bereich des Schönen, während der Mensch
sich die Welt des Schmutzes ausgesucht, ja, für sich vereinnahmt hat, frei nach
dem Motto, je schmutziger, desto besser – gleich dem Kothaufen, der
Fliegen magisch anzieht.
Emsig fliegt die Hummel von Blüte zu Blüte, prüft schon im Heranfliegen den
Duft, stürzt sich hinein in den Kelch mit dem Pollen, nimmt diesen auf,
verstaut ihn im Körbchen und bringt das Geerntete heim in das Erdloch, als
Einzelne dem Volk dienend, auch ohne Befehl von oben.
Das hat die Natur so eigenreichtet, weise, wie andere meinen – und ohne
über die Welt des Schönen nachdenkend, in welcher diese Handlung sich
vollzieht.
Sie erlebt das Schöne, wie es ist, im Schaffen, gleich dem denkenden Dichter
im Werk, das für den Schaffenden sinnsetzend ist, das ihn aber auch zerstört, wenn
man es ihm die Schaffensbedingungen nimmt.
Wie gleicht doch der Aufklärer von heute der Hummel im Flug?
Unermüdlich schafft auch er, summend brummend, bis zu jenem Tag, an dem man
ihm das freie Fliegen versagte! Und das Wirken!
Gottgewollt, in dieser freiesten aller Welten!
| Hummeln und Schachbrettfalter |
| Hummeln und Schachbrettfalter |
| Hummeln und Käfer |
| Meine halbzahme Eidechse unter Kräutern im steinernen Garten auf der Jagd nach Insekten |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen