| Carl Gibson, Naturfotograf, Buchautor, Juli 2026, unter Disteln, 2,5 Meter hoch |
Zitronen mit 4 Konservierungsstoffen, gewachst – der Weg
von Argentinien nach Deutschland ist weit – und die ungesunde aus den Supermärkten
muss wohl sein?
Weil der deutsche Politiker, der das alles möglich macht, es so will? Und die
EU?
Die rücksichtslosen deutschen Discounter verkaufen auch alles!
Heimgekehrt vom Aldi-Einkauf lese ich den Beipackzettel und staune:
Konserviert mit Imazalil, Fludioxinil, Thiabendazol,
Oxidadpolyethylene. Gewachst mit Shellac.
Lesebrille und Lupe müssen her, um das zu lesen?
Was ist noch „gesund“ an einer Zitrone, die so behandelt wurde?
Ist das noch zu steigern?
Da ich aus gesundheitlichen Gründen keine Industrie-Säfte kaufe, setze ich
mir Limonaden an mit, Bio-Zitrone.
Zwei kaufte ich für 1, 69 Euro bei Aldi, ein halbes Kilo Tage vorher – eine
zerfiel sofort, schimmelte vor sich hin.
Bald darauf stellten sich Darmprobleme ein – und mit diesen kamen die
Fragen nach den Ursachen!
War es die unreife Melone von LIDL, von der Stiftung des deutschen Christenmenschen
Schwarz aus Heilbronn, der mehr als 8 Milliarden Euro schwer sein soll? Die so
unreif war wie jene Aldi kurz davor?
Waren es die unreifen Pfirsiche aus dem gleichen Laden, die in sich
zusammenschrumpften, ohne nachzureifen, die ich aber nicht wegwerfen wollte,
weil ich prinzipiell keine Nahrung wegwerfe, wohl wissend, was Hunger ist, aber
auch, was Verschwendung bedeutet?
Wenn keine Abhilfe geschaffen wird, wird es munter so weiter gehen. Korrupte,
verlogene, heuchlerische Politiker machen es möglich, während der Bürger, der
solche Produkte verzehrt, krank wird – und der schon Kranke noch kranker – zur Freude
mancher Ärzte und der Pharma-Industrie![1]
[1] Mehr dazu hier:
Es macht keine Freude, solche Beiträge zu verfassen, aber sie müssen sein, wenn nicht alles, was nicht stimmt in der deutschen Gesellschaft, im Sumpf verschwinden soll.
Ein Paradies der Schmetterlinge – und noch ein Opfer …
von Gift oder Sommerhitze?
Ausgeschildert ist es nicht – man muss es finden oder zufällig darauf stoßen,
in der Waldschneise, hier, am Höhberg.
Nachdem ich dort schon einen interessanten Stein gefunden hatte, einen
selten mit Quarz-Strukturen, sah ich mir die Gegend noch genauer an – und fand,
neben viel Natur und 1 000 Schmetterlingen, einen toten Marder, über den sich
schon die Aasfliegen hermachten.
Die Disteln werden dort, unweit von Distelhausen, wo das Bier herkommt,
gute zweieinhalb Meter hoch – Königskerzen sprießen dort in voller Pracht
Und Bilder von Schmetterlingen, für die man sonst viele Tage braucht, lassen
sich dort in wenigen Stunden schießen.
Leben und Tod, dicht beieinander.
Steine sah ich dort auch, große, gewaltige Steine und viele kleine, mit
Profil und ohne, aus dem Wald kommend, nicht ahnend, das schon ein paar Meter
unten, im Tal des Bibers an dem Muckbach, die Zivilisation wartet, mit einer
Bank für Wanderer, Radlern und Menschen, die mit Hunden spazieren gehen.
Das verendete Tier, das zum Himmel stinkt, nehmen sie nicht wahr, noch die
Königskerzen und die Schmetterlinge und Insekten, die vergnügt durch das Sonnenlicht
fliegen und schwirren, nur noch Wenigen eine Freude.
Leben und Tod, dicht beieinander! Zum Ableben eines Marders im Wald
Zu Gesicht bekommt man ihn selten. In der Nacht, wenn er ums Auto
schleicht, erkennt man oft nur die Augen und verschwommene Konturen einer
kleinen Bestie, die sich davonschleicht, nachdem die Zündkabel zerbissen wurden.
(Eine Horror-Fahrt durch die Nacht vor Jahrzehnten in Südtirol mit Frau und Kind
erinnert mich noch daran!) Populär ist er also nicht, der Marder! Und er hat
Feinde, auch unter Menschen!
Wenn er dann scheidet, wen schert das wirklich?
Es ist, wie wenn ein Wolf stirbt oder eine Schlage; gut, dass die Bestie
tot ist, sagt man sich, un geht zur Tagesordnung über!
Mich berührte der Tod der Kreatur trotzdem, die vor mir lag, nachdem mir
schon der Aas-Geruch in die Nase gestiegen war, ein penetranter, ekliger
Moder-Geruch, der auch an tote Menschen erinnert, an Opfer in Gaza, die heute
sterben in vielen Kriegen und die unter den Trümmern liegen, während die Kultivierten
der Zivilisation wegschauen, ergriffen von Nächstenliebe und Humanität.
Es geht dem Menschen wie dem Vieh[1] – und mache
Bestie muss sterben, nicht nur im Alten Testament, bei Brahms und in Chabrols Film,
auch in der Natur, wo manchmal Gift nachhilft, Rattengift, vergiftete Köder für
den Fuchs oder die Bisamratte, bei deren Agonie der Naturfreund manchmal
unfreiwillig zusehen muss.
Nach dem toten Reh[2],
das ich fand, ohne danach gesucht zu haben, nun wieder ein Kadaver. Das Reh meldete
ich; den Marder hingegen muss man nicht melden, erfuhr ich bei Nachfrage.
Also nimmt die Natur sich des Toten an und entsorgt die Reste auf natürliche
Weise – über Maden, die alles auffressen werden, bis auf das Fell und die Knochen.
Den Schmetterling stört der Geruch[3]
nicht, denn er fühlt sich auch auf dem Misthaufen wohl, auf dem Weinberg, und auf
dem Haufen, den der Mensch in der Natur hinterlassen gleich seinem Hund.
[1] Carl
Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: "Es geht
dem Menschen wie dem Vieh, so wie es stirbt, so stirbt er auch." Bibel,
AT. - Tod und Vergänglichkeit in der Natur ... und in der menschlichen
Gesellschaft. Vom Schwinden der Singvögel und vom Dahinscheiden der Menschen in
großer Zahl. Ein Pandemie-Essay von Carl Gibson
[2] Ein springendes Reh sah
ich auch in diesen Tagen, neben dem Fuchs im Abendlicht, aber auch ein totes:
So,
wie ich in Jahrzehnten des Waldgangs noch nie erblickt hatte, in voller Pracht
und Schönheit, aber tot.
[3] Ein Thema, das ich seit
vielen Jahren in Variationen gestalte, kritisch:
Auch
ein Grund, meinen Blog von der Welt zu tilgen?
Königskerze, daheim, im steinernen Garten
Carl Gibson, Naturfotograf, Buchautor, Juli 2026, mit Stab
Carl Gibson, Naturfotograf, Buchautor, Juli 2026, unter Königskerzen Der Weg, die Schneise
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