Mittwoch, 8. Juli 2026

Der Zitronenfalter

 

Der Zitronenfalter




Der Zitronenfalter


 

       Die Königskerze – majestätisch erhaben, eine Wucht der Urnatur!

Die alten Griechen schon schätzten sie als Heilpflanze.

Spät im Leben erst entdeckte sie, abgelenkt durch viele Dinge, neben der Distel und auf der Suche nach dem einfachen Leben.

Aufrecht und schön in einer Gestalt, darüber hinaus auch noch edel, hilfreich bei Krankheit, also gut – dem Menschen ein Vorbild?

Einige wilde Exemplare dieser Spezies habe ich hier angesiedelt, vor meiner Haustür, der – halbzahmen - Eidechse, die auch hier gerne weilt, eine Freude!

    Bei mir geht es wahrlich königlich zu –

Ich lebe unter Königskerzen und habe Umgang mit Königen, mit Zaunkönigen. Der König kommt am Morgen und geht auch wieder; die Kerzen aber bleiben den ganzen Tag - mit ihrem Gelb der Sonne entgegenleuchtend.

  Der steinerne Garten, der auch ein Kräutergarten ist,

das Angenehme mit dem Nützlichen verbindend, das ist mein Garten, klein, aber fein, im Bonsai-Format!

Das Gärtchen auf nur zwei Quadratmetern nur vor der Terrasse, das langsam Gestalt annimmt, Stein für Stein, Strauch für Strauch, ist er ein Garten Eden für die Eidechse, den Dauergast, der schon vor dem Anlegen der Lebensoase da war; für mich aber ist er eine Beobachtungsplattform in meiner neuen Forschungswelt der Insekten, für Pflanzen und Tiere in kleinsten Lebensform und für Phänomene, die ich in all den Jahren der Naturbeobachtung in freier Wildbahn dort so nicht erleben konnte – die jagende Eidechse, die kletternde Eidechse oder die Wespe, die keine Wespe ist.

Was ich früher nie sah, sehe ich jetzt!

Im Politischen war das so – und in den Bereichen der Natur ist es ebenso, man muss nur genauer hinsehen, um Wesentliches zu erkennen.


      Der steinerne Garten – Ort der Ruhe und der Kontemplation

Die Steine sind schon da, nur das Wasser fehlt, denn hier gibt es keine Quelle.

Hinzufügen muss ich es, Gott mimend, wenn die Wesen kommen sollen, das das Wasser brauchen, um zu leben.

So sitze ich da, beobachte – und sinne nach bei Wasser und Stein: über das Leben und über die Vergänglichkeit allen Lebens.

 

 



 

Insekten-Ansammlung auf der Wilden Möhre 


 

Insekten – mein neues Beobachtungsfeld

Ganz so neu ist es nicht, denn ich beobachte und dokumentiere fotografisch manches aus jenem Bereich schon seit 2011 und stelle Bilder davon ins Netz.

Doch inzwischen – und nicht viel anders als in den drei Kriegen – schaue ich genauer hin und denke gründlicher über das nach, was ich sehe, im Microkosmos wie auf weltpolitscher Ebene.


Biene auf der Kratzdistel


Bienen auf der Kratzdistel - auf der naturbelassenen Wiese


Tagpfauenauge und Biene



Insekten-Ansammlung auf der Wilden Möhre 


      Der Bienenstich – oder: „Du sollst nicht streicheln,

noch sollst du schmeicheln“, sagte sich der Misanthrop, während er seine Handfläche sanft über einen in voller Blüte stehenden Lavendelstrauch gleiten ließ, im Selbstgespräch, lange nach Augustinus.

Streicheln muss der Einsame nur noch sich selbst, wenn er es hält mit Nietzsche, dem wohl Einsamsten und Einsamen, die dichten und schreiben, denn es erhebt, ist sogar notwendig, um zu überleben – das andere aber überlässt er besser den anderen, die sich hinauf schmeicheln, wenn sie sich nicht hinauf schleimen.

Eidechsen und Schlangen lassen sich nicht streichen, noch reagieren sie gemäß der Erwartung, falls man heuchlerisch zu ihnen spricht.

Solcherlei dachte der Einsame, den man zum Misanthropen gemacht hatte, auf dem Weg in die Natur, als ein Bienchen, das sich von der großen Hand bedroht fühlte, zustach, instinktiv, in Abwehr, um sich dann auch noch den widerhakenden Stachel aus dem Fleisch zu ziehen.

Der Unterarm des Einsamen, der auch nur instinktiv gehandelt hatte, indem er streichelte, wo es nichts zum Streicheln gab, nur so, aus einer Erinnerung heraus, und blieb geschwollen einen ganzen Tag, denn das Gift wirkte und lähmte - wie die Gluthitze jener Sommertage ohne Regen - den Geist und auch die Seele, die schwermütig wird angesichts des Leids in der Welt, gemessen an dem der weckende Bienenstich ein Nichts ist.

Also hat man einen Kuchen nach ihm benannt?



Wildbienen
Amerikanische Biene




     Insekten – mein neues Beobachtungsfeld

Ganz so neu ist es nicht, denn ich beobachte und dokumentiere fotografisch manches aus jenem Bereich schon seit 2011 und stelle Bilder davon ins Netz.

Doch inzwischen – und nicht viel anders als in den drei Kriegen – schaue ich genauer hin und denke gründlicher über das nach, was ich sehe, im Microkosmos wie auf weltpolitscher Ebene.


      Das Leben der Hummel ist kurz, es währt nur einen Sommer

Bestehend nur aus Arbeit, doch im Bereich des Schönen, während der Mensch sich die Welt des Schmutzes ausgesucht, ja, für sich vereinnahmt hat, frei nach dem Motto, je schmutziger, desto besser – gleich dem Kothaufen, der Fliegen magisch anzieht.

Emsig fliegt die Hummel von Blüte zu Blüte, prüft schon im Heranfliegen den Duft, stürzt sich hinein in den Kelch mit dem Pollen, nimmt diesen auf, verstaut ihn im Körbchen und bringt das Geerntete heim in das Erdloch, als Einzelne dem Volk dienend, auch ohne Befehl von oben.

Das hat die Natur so eigenreichtet, weise, wie andere meinen – und ohne über die Welt des Schönen nachdenkend, in welcher diese Handlung sich vollzieht.

Sie erlebt das Schöne, wie es ist, im Schaffen, gleich dem denkenden Dichter im Werk, das für den Schaffenden sinnsetzend ist, das ihn aber auch zerstört, wenn man es ihm die Schaffensbedingungen nimmt.

Wie gleicht doch der Aufklärer von heute der Hummel im Flug?

Unermüdlich schafft auch er, summend brummend, bis zu jenem Tag, an dem man ihm das freie Fliegen versagte! Und das Wirken!

Gottgewollt, in dieser freiesten aller Welten!


Hummeln und Schachbrettfalter


Hummeln und Schachbrettfalter

Hummeln und Käfer

Meine halbzahme Eidechse unter Kräutern im steinernen Garten auf der Jagd nach Insekten


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