Sonntag, 14. Juni 2026

Nutria in Deutschland - „Die brauchen wir hier nicht, denn sie sind das ganze Jahr hindurch fruchtbar“ - also rotten wir sie aus ... ziehen ihnen den Pelz über die Ohren ... und servieren sie gesotten oder gebraten im Luxusrestaurant des Decadents!?

 

Junge Nutria an der Tauber, 2022

     

Nutria in der Tauber, 19. Mai 2026

Carl Gibson, Staatskritiker, unabhängiger politischer Beobachter und Kommentator, freier Blogger, Bürgerrechtler, Buch-Autor und Publizist, aktuelles Foto, August 2025


  


 

Nutria in Deutschland - „Die brauchen wir hier nicht, denn sie sind das ganze Jahr hindurch fruchtbar“ - also rotten wir sie aus ... ziehen ihnen den Pelz über die Ohren ... und servieren sie gesotten oder gebraten im Luxusrestaurant des Decadents!?

und sie nähren und mehren sich prächtig, so wie es der Schöpfer in der Bibel vorgesehen hat oder auch nur die Schöpfer der Bibel.

Die beiden ersten Sätze hörte ich aus dem Mund eines Tierfreunds, der sich auskannte in den Dingen der Natur, nachdem ich das Gespräch auf die freundlichen, nahbaren Nutria[1] gebracht hatte, die vor vier Jahren hier ausgerottet wurden, wahrscheinlich abgeschossen, um dann im Nobelrestaurant serviert, zu werden, biologisch-dynamisch für Kenner – und das, nachdem ich den Lebensweg dieser friedlichen Wesen fast ein halbes Jahr hindurch verfolgt hatte, nahezu täglich, um die Erlebnisse mit der Mutter und ihren vier Kindern auch in mehreren 1 000 Fotos zu dokumentieren, auf meinem Blog veröffentlicht, ins Internet gestellt auch für meine Leser aus Südamerika, wo die friedvollen Tiere herstammen.

Nun sah ich eine Nutria wieder, ein ausgewachsenes Exemplar, typisch durch die Tauber schwimmend im renaturierten Bereich, dann auf einer Tauber-Insel, im Versteck kauernd, dort, wo vielleiht demnächst Junge zur Welt kommen, falls der Jäger nicht schneller ist!

Neben der Freude über die Macht der Natur, die macht, was sie will, war der vertraute Anblick auch wieder eine Gelegenheit, um über die Fruchtbarkeit nachzudenken im wunderschönen Monat Mai, wo sich das Dionysische überall regt in der Natur, über nützliche Tiere und über schädliche[2] Tiere, worüber ich extra schon geschrieben hatte, auch im Zusammenhang mit dem Biber, den man nicht gleich totschießt wie die Nutria, der auch machen darf, was er will, aber auch über gute Menschen und böse Menschen, die Kriege gegeneinander führen, Glaubenskriege, wilder noch als die wildesten Tiere im Urwald, wenn diese aufeinander losgehen, doch im Überkampf der Stärkeren, im „survival of the fittest“, wie Darwin es auszudrücken pflegte.

Man wollte den Nutrias an den Pelz, man wollte ihren Pelz – man, das ist der habgierige Mensch, der alles für sich haben will, die Dinge der Erde, die er sich nach dem Bibelgebot untertan machen soll, aber auch die Dinge unter der Erde, die der Bibelschöpfer noch nicht kannte, noch der Prophet!

Wenn Pelze und Felle aber nicht mehr begehrt sind, weil die Mode wechselte, also keinen Wert mehr haben, dann schlägt man die Tiere, die man mit Müh angesiedelt, einfach tot!

So handelt die Krönung der Schöpfung der Mensch – in Friedenszeiten, aber auch noch brutaler im Krieg, wo alles zerstört und vernichtet werden darf, was der eigenen Weltanschauung nicht entspricht,

auch Fruchtbares –

wie in Gaza,

wo die Menschen wahrlich fruchtbar[3] sind,

fast schon bestimmt, um in großer Zahl dezimiert zu werden,

im Heiligen Land,

von Menschen jenseits der Grenze, kaum einen Steinwurf entfernt,

die selbst als Heilige gelten,

auch, wenn sie morden.

 



[3] Am 1. Januar 2024, also vor zweieinhalb Jahren, kurz nach dem Auftakt des mit UNO-Haftbefehl gesuchten Kriegsverbrechers Netanjahu zum Genozid im Großen Morden in Gaza, toleriert und gestützt vom freien Westen, schrieb ich das:

Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: 180 Geburten am Tag in Gaza, das Gegengewicht zu den täglichen Todesopfern im Gaza-Krieg! Die dezimierten Palästinenser sind immer noch ein gesundes Volk! Was ist aus den 50 000 Schwangeren im Gaza-Streifen geworden?

 

  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen