Samstag, 20. Juni 2026

Besser vom Blitz erschlagen werden, als im Siechtum enden,



Carl Gibson, Staatskritiker, unabhängiger politischer Beobachter und Kommentator, freier Blogger, Bürgerrechtler, Buch-Autor und Publizist, aktuelles Foto,  Juli 2025

  

 

Besser vom Blitz erschlagen werden, als im Siechtum enden,

anonym sterbend im Krankenhaus, auf einer Krebsstation im Hospiz wie jener Philosoph zu Köln am Rhein, der, fast vollständig gelähmt, seine letzten Zeilen an mich nur noch mit einem Finger tippen konnte – oder senil, gleich meiner Mutter, die mich für meinen verstorbenen Bruder hielt, für 5 000 Euro im Monat Altenheim versorgt, stillsitzend in der Gruppe an einem Tisch.

Das sagte ich mir, als ich heute, nach getaner Arbeit, wieder einmal durch die Natur ging und ein Gewitter aufzog, mit Donner, Blitzen und Regen, die schon fortgeschrittene Dürre noch etwas verzögernd.

Eine Krähe war auch noch da, im trockenen Boden wühlend - und ein paar Kanu-Fahrer im Fluss, in der Tauber, die kaum noch Wasser führt.

Einen Tod muss jeder sterben - das Wie ist fast egal!

Wenn der Blitz einschlägt geht es schnell, gleich dem Schlag, der mir zwei Freunde wegriss, alte Freunde – und den Freund fürs Leben.

Also bin auch ich jederzeit bereit zum Scheiden, fatalistisch gefügt. Wer gelebt hat, kann abtreten, im Blitz verbrennen, zur Kohle, Asche werden und vergehen, denn was verbrennt, fault nicht, heißt es bei Menschen, die noch ursprünglich sind und elementar denken.

Die alten Griechen liebten solchen Tod, bedeutete er doch nicht weniger als die Heimholung der Auserwählten durch die Götter.

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