| Kormoran in der Sonne |
Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Natur-Bilder oder Bilder der "Schöpfung":Naturbeobachtung und Naturfotografie - Naturfreund Carl Gibson seit mehr als 10 Jahren an der Tauber unterwegs - eine Bilder-Sammlung
Der Kormoran auf dem kahlen Ast
und
im Flug,
Ein - phlegmatischer - Kormoran auf einem Bein auf
einem Stein auf einer Insel in der Tauber - kontemplativ die Sonne genießend
An drei Tagen erwies er mir die Ehre, am Fluss, an der Tauber, wo ich seinesgleichen
schon oft ablichtete um dann die Bilder in das Internet zu stellen, auch für
andere, die nicht in die Natur können, Bilder, die jetzt – nach der Enthauptung
meines Hauptblogs bei WordPress – für immer verloren sind!
Solches ist möglich in der freien Welt des Westens ohne Zensur!
Nur noch wenige Beiträge zum Thema Kormoran[1]
werden überhaupt noch gefunden!
Als ich, vertrieben durch den Baulärm in der Nachbarwohnung, an den Fluss geflüchtet,
dort ankam, saß er da, die Flügel trocknend.
Wahrscheinlich nach der Mahlzeit – obwohl sonst sehr scheu und kaum schwimmend
oder tauchend zu fotografieren, flog er nicht auf und davon, um dann am blauen Himmel
zu kreisen, bevor er sich auf einen – für ihn gemachten – kahlen Ast an einer Erle
zur Ruhe setzte; er schien schon satt, sah mich nahen, heranpirschen, doch ohne
Lust das Weite zu suchen.
Also machte ich ein paar Aufnahmen, bevor er dann doch noch floh.
Am zweiten Tag war er noch wesentlich phlegmatischer – auf einem Bein auf
einem Stein im Fluss an einer ruhigen Stelle, wo sonst Kanada-Gänse brüten;
bei nicht gerade optimalen Lichtverhältnissen schoss ich gleich ein paar Dutzend
Bilder, während der Vogel, ein ungeliebter Gast bei Anglern, da ein Konkurrent wie
der Reiher beim Herausfischen eingesetzte Fische, sein Federnkleid trocknete und
reinigte.
Ich ging weiter, um nach der Natter zu sehen, die ich am Vortag dort im Gras
erlebt hatte, fand aber keine Schlangen an dem Schlangenbühl vor, der auf meinem
Rundweg liegt und den ich seit Jahren schon beobachte.
Am Fluss zurück nach einer halben Stunde, saß der schwarze Vogel mit dem langen,
gekrümmten Schnabel immer da, genoss die Sonne und den Tag!
Am dritten Tag schließlich, gestern, sah ich ihn erneut, im Gegenlicht der Abendsonne,
wieder satt das Federnkleid trocknend.
Wer meine Naturbilder verfolgt, kann dort viele Kormorane sehen, seit 2015 auch
im Winter; sie gehören inzwischen in die Landschaft, auch, wenn sie hier selten
sind, anders als an der Ostsee.
| Auf einem Bein - in Kontemplation, über das Leben nachsinnend, geradezu philosophisch |
| Königskerze am Teich im späten September |
| Königskerze am Teich im späten September |
| Königskerze am Teich, verblüht - im späten September |
| Am Teich - sehr niedriger Wasserstand |
Zwei Kormorane in der herbstlichen Tauber auf der Jagd nach den Fischen bei niedrigem Wasserstand
Der Zufall wollte es, dass es auch noch einen vierten Tag der Begegnung mit
dem Vielfraß gab, der in Asien auch zum Fischen eingesetzt wird. Zu den Steinen
am Hang unterwegs, wo ich auch ein paar Wacholderbeeren pflückte an einem einsamen
Strauch, der eigentlich schon zum richtigen Baum ausgewachsen war, machte ich, obwohl
schon müde und ausgelaugt, doch noch einem Umweg an den Fluss – und, darauf hatte
ich auch insgeheim spekuliert, fast gehofft, das aß er nun wieder, der Phlegmatiker,
in guter Gesellschaft eines weiteren Kormorans. Unweit der Reiher, der gleich aufflog,
noch vor dem Gefährten, den es ebenfalls in die Flucht trieb.
Nur der Eine blieb sitzen, quasi als Dank für die Verewigung im Internet, die
bleiben wird, wenn nicjt auch dieser Blog noch von unbekannter gelöscht wird – mit
allem, was in ihm ist, mit der Arbeit aus 17 Jahren!
Das Ausharren in Exponiertheit, auf die Gefahr hin, auf den Jäger zutreffen,
der auch das Brustfleisch der erlegten Kormorane verspeist, neben dem Fleisch der
Nutria[1],
dokumentierte ich fotografisch, zog dann weiter, währte der Gefährte oder die Gefährtin
über mir kreiste.
Eine Stunde später, auf dem Rückweg, saßen sie wieder zusammen, in trauter Gemeinschaft,
im Gegenlicht der Abendsonne – ich knipste, der eine Vogel flog sofort davon, der
Phlegmatiker aber blieb sitzen.
Wahrscheinlich hatte er nur gute Erfahrungen mit nahenden Menschen gemacht,
mit Jägern mit der Kamera, nicht mit dem Schießgewehr!?
| Graureiher in der Morgensonne |
| Graureiher in der Morgensonne mit Taube |
Der Graureiher in der Morgensonne vor meiner Haustür
Bis zur Tauber muss ich nicht gehen – wie so oft – um ihn zu erleben; während ich mein karges Frühstück einnehme auf der noch kühlen Terrasse, das zweite nach dem Milchkaffee schon in der haben Nacht, kommt er herangeflogen aus den Lüften und setzt sich, wo gerade noch eine Taube saß, in die Spitze eines Baumes, den schwächeren Vogel, den ich gerade abzulichten gedachte in der hellen Morgensonne, mit Macht verdrängend.
Also fotografiere ich ihn, den Scheuen, der, nicht weit hier, am Stadtrand, am Jakobsweg dort wohl seinen Horst hat, wo ein ganzes Dutzend Reiher hausen. Nicht selten fliegen mir einige dieser Vögel tagsüber über den Kopf, um hier am Bach oder an der nahen Tauber zu landen, wo es frischen Fisch gibt, auch ohne Anglerschein.
Die Sonne strahlt in an – er scheint bereits satt zu sein, schon nach dem Frühstück, das es ich aus dem Brehmbach holt, unmittelbar unter ihm, auch das Mittag- und Abendessen, wenn der Tag im hold ist. Jährlich werden dort Fische eingesetzt, ein paar tausend Forellen aus der Rhön, zwei im Jahr für den Angler, die anderen für den Reiher, den es hier auch als Silberreiher gibt, nur seltener!?
Wie ich dem Biber[1] nachstieg, drei Jahre hindurch, in der Region an den Bächen, vor allem aber an der Tauber, so machte ich Tausend Reiher[2]-Aufnahmen, stellte die Bilder ins Netz, auch auf Mäusejagd, da Mäuse vielleicht sättigender sind als Fische – und leichter zum Fangen.
Über den Dingen thront er, saturiert und selbstzufrieden – und unter ihm das Tosen der Welt: eine Dame mit Hund, nach alter Schule noch wandelnd, ohne Handy, dann ein Jogger, ein Traktor, Fußgänger, der Zug über das die Gleise am Viadukt rollend, dann noch eine jüngere Frau mit Hund, die Enkelin vielleicht, und auch ohne das Handy vor der Nase, das Statussymbol schlechthin, das heute in Deutschland zum aufrechten Gang gehört.
Auf den Abflug wartend, stehe ich eine Viertelstunde fast reglos da – und verpasse diesen doch, gleich manchem im Leben.
Der Vogel ist frei – und er fliegt, wohin er will und wann er es will.
[1] Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Der Biber in der Tauber-Region
Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Der Biber an Fluss und Teich
[2] Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Der Graureiher im Brehmbach im Winter
Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Der Reiher im Flug
Einige Beiträge dazu verschwanden mit dem Löschen meines Blogs bei WordPress durch unbekannte Kräfte aus der Dunkelheit.
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