Donnerstag, 26. Januar 2012

Land und Stadt: Bilder aus den Vogesen - Münster im Elsass, Frankreich


  Land und Stadt: Bilder aus den Vogesen - Münster im Elsass, Frankreich




Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Das ist leicht gesagt, wenn man die Ferne bereits erkundet hat,
wenn man keine Angst mehr hat,
viel von dem Schönen, Herrlichen und Erhabenen dieser Welt zu versäumen.

Das Leben ist kurz -
alles können wir nicht erleben,
aber immerhin etwas von dem, was erreichbar ist,
was vor der Haustür liegt -
wie das Elsass
mit seiner wechselvollen Geschichte und den engen kulturellen Bindungen an Deutschland
über Sprache und Brauchtum.

Früher zog es mich nach Paris
und
immer wieder in die Provence.
Das Elsass war Kurztripps vorbehalten,
beginnend mit meiner Studienzeit in Freiburg.

Einiges sah ich - von Mulhouse bis Weißenburg,
Colmar, Straßburg und viele kleine Orte
wie Kaysersberg oder Münster,
wo Wein wächst, Störche fliegen
und besoneder Käse gemacht wird.


Savoir vivre -

das beginnt bereits im Elsass und setzt sich in Lothringen fort,
Landstriche meiner Ahnen,
ein weiterer guter Grund,
nach den Wurzeln zu suchen,
nach der Herkunft und dem Selbst.





Ein "Schwan" als Brunnenfigur




Geschmückter Röhrenbrunnen




Die Kirche in Münster




In den Vogesen





In freier Luft den Atem leicht zu heben ...
nur hier ist Leben ...






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Es ist schon kalt - die Nester sind leer ...
die Störche sind auf und davon, nach Süden ..., nach Afrika ...




Imposante Orgel




In den Bergen



Zunderschwämme


Werden und Vergehen



Moos und Flechten


Naturbelassener Wald



Im Unterholz in luftiger Höh'



Ein Trampelpfad auf Passhöhe




Wald



Urvegetation



Über den Dingen


Natur in den Vogesen



Das Rathaus von Münster



In den Bergen


Blick auf den See im Tal



In Münster


Das Hotel "zum Storchen"





Weniger romantisch - Gedenkstätte Hartmannswilerkopf




Ein Gräberfeld




Mahnmal, Detail



Grabengel


Eine Fortsetzung unter:







Fotos: Monika Nickel und Carl Gibson



Dienstag, 13. Dezember 2011

"Mein lieber Schwan" - Schwäne im Foto und als Motiv: am Rhein, Main, Bodensee und am Starnberger See - königlich! In memoriam König Ludwig II., Platens "Tristan" und der "Schwan" Luther

"Mein lieber Schwan" - Schwäne im Foto und als Motiv:

am Rhein, Main, Bodensee und am Starnberger See - königlich! In memoriam König Ludwig II.,

Platens "Tristan" und der "Schwan" Luther





Königlich - der Schwan!

Anmut,
Grazie,
Schönheit!




Seltenes Bild:

In memoriam König Ludwig II. -

an der Stelle bei Berg am Starnberger See, wo König Ludwig von Bayern vermutlich den Freitod wählte und ertrank,
erscheint ein Schwan am sturmdurchwühlten See.

Der Königsvogel senkt melancholisch sein Haupt, so als wollte er dem Lieblingsmonarchen der Bayern eine letzte Reverenz erweisen  -
Empathie mit einem Schöngeist, der sein Leben der Ästhetik widmete.

Ob ein Schwanengesang erklang?

Die Schwäne stehen auch heute noch treu zum Schwanenritter.



Drei Schwäne
 im Rhein bei Breisach im Breisgau



Der Rhein bei Breisach von der französischen Seite aus betrachtet.


Schwan und Möwen.

Symbol und Faszination,
quer durch die Kulturen:





Schwäne und Möwe im Flug



Leben am Oberrhein


Schwäne am Mainufer in Miltenberg




Unter der Mainbrücke in Miltenberg



Ferne Verwandte - die nicht mehr "hässlichen" Entlein am Rhein in Basel




Der Rhein und die Rheinbrücke in Basel





Schwan-Familie am Starnberger See


Am Starnberger See



Das hässliche, junge Entlein mausert sich zum majestätischen Königsvogel Schwan.



Der Bodensee - ein Garten Eden für Schwäne und andere Wasservögel.



Am Bodensee bei Radolfzell - Mensch und Kreatur in gegenseitiger Betrachtung.



Schwäne in Metz



Der Dom zu Metz ( Detail), Lothringen, Frankreich


Drei Schwäne in Metz






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Identifikation?
König Luwig II liebte Schwäne.
Auch die Mythologie dahinter.



Wer die Schönheit angeschaut mit Augen ...

Schöngeist Ludwig II. wusste, was er wollte:
unmittelbar erlebbare Schönheit in Kunst und Natur.
Kriege jedenfalls wollte der Erzromantiker keine.



Schwäne am Traunsee, Österreich




Schwan im See, in Hintergrund:
der Traunstein.



Karma-Bewusstsein - Mitleid und Mitleiden
mit der Mitschöpfung,
gesehen in Luzern, Schweiz.


August Graf von Platen

Tristan


Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ist dem Tode schon anheim gegeben,
Wird für keinen Dienst auf Erden taugen,
Und doch wird er vor dem Tode beben,
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen.


Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe,
Denn ein Thor nur kann auf Erden hoffen,
Zu genügen einem solchen Triebe.
Wen der Pfeil des Schönen je getroffen,
Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe!


Was er wünscht, das ist ihm nie geworden,
Und die Stunden, die das Leben spinnen,
Sind nur Mörder, die gemach ihn morden:
Was er will, das wird er nie gewinnen,
Was er wünscht, das ist ihm nie geworden.

Ach, er möchte wie ein Quell versiechen,
Jedem Hauch der Luft ein Gift entsaugen
Und den Tod aus jeder Blume riechen:
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ach, er möchte wie ein Quell versiechen!




Standbild des Schöngeistes August Graf von Platen in seiner Geburtsstadt Ansbach.




Sublimierte Schönheit und kaschierte Homoerotik verbindet Platen mit König Ludwig II.,
auch im Schwanen-Mythos,
der bereits in Parzival Wolfram von Eschenbachs vorkommt.


Standbild des Parzival-Dichters und Minnesängers
Wolfram von Eschenbach
in dem nach ihm benannten Ort
Wolframs Eschenbach 
unweit von Ansbach.  




Schwan bei der Reinigung



Schwan und Blässhuhn



Schwan im Breitenauer See



Schwan in seichten Gewässer



Schwan im Altmühlsee


In trauter Zweisamkeit


Martin Luther ( in Weißenburg) - der "Schwan"!

Im Protestantismus gilt Reformator Luther als Schwan -
nach einem Ausspruch des Jan Hus kurz vor seiner Verbrennung in Konstanz am Bodenssee.
 
Hus war die "Gans"!
 
 



Harmonisches Gleiten im Altmühlsee

Das Bild des Schwans zieht sich durch Kunst und Kultur,
als Wappentier in der Heraldik,
als Bild, als Symbol, als Metapher,  
als Motiv in Literatur, Oper und Ballett
u. a.
Lohengrin von Richard Wagner

 "der sterbende Schwan" sowie als "Schwanengesang" vieler Tonsetzer in Klassik und Moderne.

Bei König Ludwig II. , der sich selbst als Schwanenritter empfand und darstellen ließ,
fließen einzelne Motive zu einer Einheit von sublimierter Anmut und Schönkeit zusammen.
  

Fotos: Carl Gibson