Montag, 2. November 2026

Ein toter Fuchs beißt nicht mehr,


Toter Fuchs am 11. Tag - ungeborgen


Ein toter Fuchs beißt nicht mehr,

auch scheißt er nicht mehr, wie es in gutem Deutsch heißt, wenn man die Luther-Sprache bemüht, der dem Volk noch „aufs Maul“ schaute, bevor er selbst wüst losschimpfte, gegen alle Teufel, Katholiken, den Papst, marodierende Bauernrotten, gegen Zigeuner und die Juden, die er als Nichtchristen auf eine Stufe stellte.

Die Krankheitserreger der Tollwut bleiben wohl im „Maul“, obwohl dieses offen steht – und der Fuchs-Bandwurm im Darm, der seit dem ersten Tag des Ablebens frei liegt, aus dem Bauch herausgeschleudert von der Wucht des Fahrzeugs, das ihn erwischte!

Wen scherts?

Wenn einige Hunde sich vielleicht bald doch merkwürdig verhalten oder gar ein Mensch in Rage gerät, wird man Ursachenforschung betreiben und nach den Verantwortlichen fragen, nach denjenigen, die es zuließen, dass in einer Gesellschaft der hochkultiviert Zivilisierten, die sich auch noch Christen nennen, nach Luther und mit dem Papst, so etwas möglich ist und geschieht!

Existierte die böse Securitate des roten Diktators noch, dann hätte sie bestimmt schon vorbeigeschaut, um täglich ein Stück von dem buschigen Schwanz abzuschneiden, ein Sujet für den Michel, der an Märchen glaubt, an wirre Münchhausiaden, nicht aber an Fakten, Wahrheiten und an die Aufklärung.

  

 

Buchautor und Blogger Carl Gibson unter verblühender Königskerze Ende August 2026


 

Keiner ist zuständig – Missstände in der Gesellschaft werden möglich und bleiben unkorrigiert, weil der mündige Staatsbürger eine Verantwortung ablehnt, an wen auch immer delegiert, besonders in der Umwelt und in der Gesundheit

Mein Problem von Anfang an, das Problem des Aufklärers überhaupt: Dinge, Phänomene, die nicht sein sollten, Zustände und Missstände in der Gesellschaft, zum Teil auch noch skandalöser Natur, werden nicht korrigiert, obwohl sie hundertfach angesprochen, öffentlich thematisiert werden, denn die Angesprochenen weisen die Verantwortung von sich. Andere sind angeblich zuständig, andere sollen das Problem lösen – ich halte mich raus, ich will meine Ruhe haben, mein Leben leben, auf meine Weise, ohne Einmischung, vor allem aber ohne Moral, Ethik oder Pflichtethik, der Allgemeinheit verpflichtet, dem Wohl aller Bürger im Staat.

Ist die Wahl einmal gelaufen und der Politiker im Amt bestätigt, macht er, was er will.

So werden Spielchen möglich, die der Rücksichtslose schamlos durchzieht.

So bleiben dringliche Missstände unerledigt, nur, weil der egozentrische Bürger sich in seine Privatheit zurückzieht, daheim schaltend und waltend nach Belieben, blind und stumm aber in Sachen der res publica, die alle in der Gemeinschaft betreffen, in der Umwelt, die unser Leben bestimmt ebenso wie in Fragen der Gesundheit.

Den einen Skandal-Fall, der mich seit 2008 praktisch täglich beschäftigt, konnte ich nicht korrigieren, in ganzen Büchern wie in vielen Hundert Artikeln im Internet nicht, der aber ein Kasus für die Allgemeinheit war und immer noch ist; und das, weil keiner sich recht zuständig fühlte, um mir beizustehen, als es um die Enttarnung bestimmter Politiker-Spielchen, Maskeraden und Inszenierungen ging. Ich blieb mit meinem Problem ziemlich allein, im Regen.

Nun, bei meinen neuesten Funden in der Natur, ist es nicht viel anders, obwohl auch in diesen – scheinbar harmlosen - Fällen die Mitbürger existenziell tangiert sind – und zwar noch wesentlicher als auf dem Gebiet von Ethos und Moral sowie von Völkerrecht im Bereich der Weltpolitik.

Das Los des toten Fuchses, inzwischen ein Thema in Variationen auf Blog, da meine Appellle – wie so oft – Wind waren, der nun schon 12 Tage hier herumliegt, ungeborgen, möglicherweise Krankheitserreger verbreitet, bringt die Thematik noch einmal prägnant auf den Punkt:

keiner fühlt sich zuständig, den Kadaver, eine mögliche Gefahrenquelle, sachgerecht zu entfernen, zu entsorgen!

Also bleibt er liegen!

Was fand ich seit dem letzten Sommer nicht alles auf meiner einsamen Wanderschaft durch die Natur meines Umfelds, doch offenen Auges und mit regen Gedanken dank der Bewegung in einem Radius von wenigen Kilometern? Allerlei am Weg – wie in dem Lied über die Lüneburger Heide, über die ein Hermann Löns meisterlich schrieb, hier, an der Tauber?

Ein totes Reh, ein Hasch-Depot, einen verendeten Steinmarder, einen entsorgten Kleiderhaufen, der immer am stillgelegten Gleis liegt, einen frevelhaft im Busch entsorgten Grill der gemauerten Art, bald darauf und gleich daneben, am Bachufer, vier Gummireifen, einfach weggeworfen, wie Plastikfolie, Behälter, Gläser, Falschen, Draht, Hundekotbeutel und andere Reste aus der Zivilisation, die einfach daliegen und nicht verrotten, für die Ewigkeit bestimmt.

Für das Reh war die Jagaufsicht zuständig. Nachdem ich den Fund einem Mitbürger im Weinberg gemeldet hatte, der die Meldung auch weitergab, war der Kadaver am Folgetag auch weg, entsorgt. Die deutsche Polizei, unser „Freud und Helfer“, kümmerte sich um den Haschisch-Fund in dem zufällig entdeckten Loch am Waldrand; der Marder hingegen musste nicht gemeldet und entsorgt werden, das erledigten die Fliegen; die Sommerhitze und die Natur – nur er tote Fuchs blieb so lange liegen, denn die Polizei war nicht zuständig, um Abhilfe zu schaffen, noch der von Meister Reineke beklaute Kleintierzuchtverein oder das Straßenbauamt oder die Stadt, auf deren Gelände der Kadaver zum Himmel stinkt.

Einen Nachbar, der mit seinem Hund dort spazieren ging, informierte ich dann auch noch, etwas alarmiert durch die apathische Katze, die vielleicht durch vergiftete oder kranke Wesen selbst krank geworden war.

„Keiner fühlt sich verantwortlich, keiner zuständig“, so auch die Meinung des Nachbarn, der, ohne es zu ahnen und über den Hund, auch von einer möglichen Tollwut- oder Fuchsbandwurm-Infektion betroffen sein konnte.

Gebrannte Kinder, solche, die eine ganz schwere Krankheit überlebten und eine die Welt bedrohende Pandemie, schauen genauer hin, in ethisch-moralischen Fragen, die, ignoriert, in den Niedergang der Gesellschaft führen, was im Land der Eichen und der Linden längst der Fall ist, noch mehr aber, wenn es um die „Volksgesundheit“ geht, die alle betrifft, auch die Unpolitischen und die vielfach Abgelenkten, die nur mit dem Hund Gassi gehen, die Umwelt als Hunde-Toilette missbrauchend.

Über Weltpolitik schreiben, über das Makro-Politische, ist eine Sache – über die Dinge der Natur im unmittelbaren Mikrokosmos vor der eigenen Haustür eine andere!

Gewidmet habe ich mich beiden Domänen – als guter Rufer in der Wüste und Prophet im Vaterland mancher vaterlandslosen Gesellen: mit sehr bescheidenem Erfolg!

Mehr als nichts ist immerhin etwas, sage ich mir ein paar Essenzen aus langen Jahren zusammenfasend und auf den Punkt bringend als Ergebnis einer weiteren Nachtschicht.

 

  

Nuss- und Apfelbäume


Im Zerfall – die Vergänglichkeit hautnah erlebt,

am eigenen Körper, der zerfällt, während ich – wo oft wie möglich in Bewegung – dagegenhalte, und im natürlichen Umfeld, am Kadaver eines Fuchses, der seit fast zwei Wochen schon am Wegrand liegt, exponiert zwischen zwei Straßen, wo Hunde zirkulieren, wilde Tier in der Nacht und auch Menschen.

Auf dem Weg in die Natur, an den Bach, habe ich wieder nachgesehen: am 11. Tag nach meiner Meldung bei der Polizei, dann bei dem Kleintierzuchtverein, wo sich der Fuchs bediente, bevor der Tod auch ihn ereilte, dann beim Straßenbaumt, dessen Mitarbeiter hier gerade ein Kahlschlag vornehmen, um Platz für eine neue Brücke zu schaffen.
Geschehen ist bisher nichts.

Als ein Polizei-Fahrzeug an mir vorbeifuhr und wenige Sekunden darauf auch noch ein Fahrzeug der Stadt, hatte ich keine Lust mehr, die für öffentliche Ordnung, Hygiene und Sauberkeit zuständigen anzuhalten, um alles noch einmal anzusprechen, auf niederster Ebene, nachdem schon die Oberen versagt hatten.


Da liegt er immer noch, der tote Fuchs - fast schon seit zwei Wochen!




Andere Farben -  späte Ernte, die Peperoni geerntet am 2. November, heute, die gelben Tomaten inzwischen von Schwarzschimmel befallen



Buchautor und Blogger Carl Gibson unter verblühender Königskerze Ende August 2026



 

Die neue Farbenlehre der Deutschen, nach Goethe - der rote Plastik-Beutel für den Hundekot ist inzwischen auch blau oder schwarz,

demnächst vielleicht auch grün[1], gut zu den Grünen passend, die es ökologisch meinen in der Sorge um die Natur; grün, damit das Plastik-Säckchen im Gras gut auffällt, wenn jenes braun wird in der Sommerhitze.

 



[1] Auch das ist nun schon Wirklichkeit, das lehr mich der Blick ins Internet, wo man wirklich fast alles findet, nur das Wesentliche nicht!

 

Der tote Fuchs aus meiner Kamera, anklagend, ist auch schon aufgetaucht, doch nicht als Gefahrenquelle, für den Deutschen im Staat, sondern innerhalb einer – kommerziell verknüpften - Werbung für Leitplanken, die man auf meinem Straßenbild auch erkennen kann, nur nicht als das eigentliche Sujet, denn das ist der tote Fuchs, der am 10. Tag der Verwesung – ungeachtet meiner Meldung bei der Polizei- immer noch dort liegt, ungeborgen, und möglichweise Krankheiterreger verbreitet.

 

Andere Farben, späte Ernte, Schwarzschimmel

 




 

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