| Totes Reh im Gras auf dem Weg zum Weinberg bei Dittigheim, zufällig entdeckt, Fund gemeldet |
| Carl Gibson heute, aktuell,. Juni 2026 im Blütenmeer der Mohnblumen |
Wer in die Natur geht,
findet oft Dinge, nach denen er nicht gesucht hat, auch Verbotenes, über das er nicht schreiben wird, weil die Freiheit der Einzelnen mit der Bürgerpflicht des Staatsbürgers gegenüber dem Staat kollidiert.
Er findet viele rote Beutel im grünen Gras, die ihm den Appetit vertreiben, selbst auf die roten Kirschen hoch am Baum; und er findet das dort vielleicht das kleine rote Ding, eklig aus dem Gras hochragend unter dem grünen Baum, welches die moderne Frau, die den Mann nicht braucht, nötig hat, um selbst zum Zweck zu gelangen – und zu einem Erdenglück, selbst gemacht, denn selbst ist auch die Frau.
Schnee von gestern? Worüber ich vor Jahren schrieb, ist heute noch da: die roten Beutel sind mehr geworden – und die Glückserfüllung hat neue Formen … mit dem Handy vor der Nase und einer Natur, die nicht mehr erlebt, nur noch gebraucht wird – mit dem Mountain-Bike und laufend, den Knopf im Ohr.
Manchmal stößt der einsame Wanderer auf traurige Dinge, gleich mehrfach auf eines Tagesstour den Waldrand entlang, hin zum kleinen Weinberg und durch den Wald zurück, über Geschichte nachdenkend und über Geschichten, die das Leben schreibt, wenn es lang ist – neben verblassten Denkmälern immer wieder auch auf die Vergänglichkeit[1] des Lebens in der Natur, auf den noch zappelnden Hirschkäfer, dessen Kopf noch da ist, mit Geweih, nachdem ihm wohl ein größerer Vogel den Leib weggefressen hatte, auf die zermalmte Blindschleiche – und auf eine totes Reh im Gras, das vielleicht verenden musste, weil es von dem gespritzten Getreide fraß, von der Gerste, die für Menschen da ist, nicht für das wilde Vieh.
[1] Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: "Es geht dem Menschen wie dem Vieh, so wie es stirbt, so stirbt er auch." Bibel, AT. - Tod und Vergänglichkeit in der Natur ... und in der menschlichen Gesellschaft. Vom Schwinden der Singvögel und vom Dahinscheiden der Menschen in großer Zahl. Ein Pandemie-Essay von Carl Gibson
Wer einen Stein anhebt,
dem ergeht es manchmal wie dem Bibel-Leser: erfindet dort Dinge, nach den denen er eigentlich nicht hat, Beglückendes, das ihn erhebt, und tief Trauriges, was ihn ihm zurückwirft, auch Verbotenes, das nur andere beglückt, oft aber auch Neues, Erkenntnisreiches aus dem bunten Buch einer wahrlich göttlichen Natur, das für viele unnatürlich oder in der Un-Natur lebenden Zeitgenossen nur ein Buch mit sieben Siegeln ist und auch bleiben wird, wenn der Natur-Begriff ebenso fehlt wie die bewusste Anschauung der Natur.
Steine hob ich schon viele auf, früh in der Kindheit, auch jetzt, den steinerden Garten gestaltend und allmählich Form annimmt, mir die vertraute Provence wieder näherbringend und die ferne Kultur der Japaner mit ihren Gärten der Kontemplation und Selbstbesinnung, die ich noch nicht aus dem eigenen Erleben heraus kenne.
Insekten haben es mir inzwischen angetan, gleich Ernst Jünger, der im Alter Käfer beobachtete, nachdem die Zeit der Kriege vorüber war und die der deutschen Helden in den Kriegen, auch die weite Welt der – von mir etwas vernachlässigten – Pflanzen, in welchen, nach Gottfried Benn, das Leben doch gut aufgehoben war, bevor es sich emanzipierte.
Also hob ich einen Stein auf, um auf Ameisen zu stoßen, auf ganz kleine, rote, unter einem dicken Stein, auf die normalen und auf größere, die ihre riesigen Eicher unter einer Sandsteinplatte hegten, die Brut, die Kommenden, ohne Selbstzweck, nur dem Volk dienend.
Die Natter erspähte ich ganz zufällig, doch mit eingeübtem Blick im Blick auf den warmen Stein – und ein Versteck, das von einem auffälligen Stein verdeckt war, an das Hohelied in der Bibel erinnernd und an einen Schatzgräber in Goethes großer Dichtung, der nach goldenen Schätzen gräbt und froh ist, wenn er Regenwürmer findet.
Der Hut ist weg,
der Kopf aber ist noch da – und am Werk, sich fragend, worüber der noch zappelnde Hirschkäfer nachdenkt, nachdem ihm jemand den nahrhaften Leib weggefressen hat.
Hirschkäfer-Weibchen sind auch noch da, einsam, wie scheint, gleich anderen Weibchen durch die Gegend ziehend, Tierchen, die auch bald sterben werden, nachdem sie ihre Eier ablegten, sich so nur fortpflanzend wie der Mensch – und nach lange nicht hinauf.
Der Hummel gleich, die es ähnlich hält auf ihrem kurzen Weg durch Leben, einen Sommer lang, von Blüte zu Blüte schwebend und im Bereich des Schönen, bleiben sie, ohne von der Schönheit und der Natur zu wissen, was sie sind, Hirschkäfer und Hummeln, ohne abzusinken wie der Mensch im Größenwahn, sich auch noch die Krone der Schöpfung wähnend.
Vertieft in schweren Gedanken, nachdem mein ganzer Blog nun weg ist, 17 Jahre geistige Arbeit einfach ausgelöscht, mit Macht, von Unbekannten, bemerkte ich den Verlust auf dem heiß rauchenden Schädel erst, nach Stunden, als ich aus dem Schatten des Waldes herausgetreten war, in das Licht der blendenden Sonne. Also wiederholte ich den Rundgang nach einer kleinen Stärkung daheim – wie schon früher auf der Suche nach dem grünen Regenschirm im mannshohen grünen Gras – doch das Gesuchte zu finden.
Wo war der Hut?
In der Ewigkeit!?
Dort, wo der Blog auch ist mit allem, was ihm war![1]
Der Hirschkäfer – tot, die Blindschleiche schon zerstückelt auf dem Weg wie ich, das Reh leblos im grünen Gras … nur eine Natter lebte noch, die tot schien an kalten Junitag neben dem warmen Stein. mich andere Schlangen erinnernd, an dämonisierte Schlangen, an echte und falsche und an die Schlange, die schon im Paradies der Bibelschreiber vorkommt, in der Sammlung von Mythen und Mären, mit welcher die abendländische Heuchelei beginnt, vergessend, dass die ein paar Jahrtausend ältere Menschheit lange auch ohne die neuen Götter der monotheistischen Religionen auskam.
[1] Überrascht bin ich nicht, dass man mir in dieser Welt der Rücksichtlosen nun das Mittel genommen hat, als freier Geist und unabhängig aufzuklären, im Dienst an der Wahrheit und für die Allgemeinheit, für Menschen in aller Welt, die sich nicht recht informieren können; noch bin ich verbittert, aber massiv enttäuscht, vor allem, weil ich – nach überwundener Krebs-Erkrankung und als Gensender – neben der investierten Lebenszeit auch noch viel Gesundheit eingesetzt habe, um über 3 Krieg zu schreiben, die das Gesicht der Menschheit heute prägen – auch im Völkermord.
| Weg, Distel ,Stadt. Landschaft .Taubertal |
| Hainbänderschnecke am Baum |
| Kleine rote Ameisen versorgen die Eier unter dem Stein |
| Ameisen unter dem Stein mit Eiern |
| Blume am Wegrand |
| Totes Reh im Gras auf dem Weg zum Weinberg bei Dittigheim, zufällig entdeckt, Fund gemeldet |
| Tauberbischofsheim vom Bismarckturm aus gesehen, Juni 2026 |
| Bismarckturm über Tauberbischofsheim |
| Der Name des deutschen Reichsgründers - verblasst |
| Schmetterlinge auf der Mauer |
| Natter sonnt sich auf dem Moos neben dem warmen Stein am kalten Junitag |
| Trocken-Natter, scheint tot - ist nicht tot! |
| Natter sonnt sich auf dem Moos neben dem warmen Stein am kalten Junitag |
| Hirschkäfer-Weibchen auf dem Weg |
| Die Reste einer zermalmten Blindschleiche |
| Johanniskraut am Haferfeld |
Der Garten ist bestellt[1], der Gärtner kann gehen
Andere werden nun ausmerzen, was auszumerzen ist, auch mit Herbizid[2]-Bomben, damit das eine Pflänzchen nicht wachsen soll.
Ein Wachstumshemmer wurde gerade abgeworfen über meinen Saaten in diesen Tagen der Vernichtung und Ausrottung von Menschen und ganzer Zivilisationen, Maulkorb[3] und Kastration fast schon vollendend.
Der Flurschaden ist enorm.
[1] Der Beitrag dazu wurde lange schon geschrieben und publiziert, unpolitisch, verbunden mit der Frage dahinter: sollen sich Philosophen aus der Gesellschaft zurückziehen, nach der Forderung des Epikur, im Verborgenen lebend, ohne in den Gang er Dinge einzugreifen. Was wird aus einer Gesellschaft, wenn die Denker schweigen, um das Lügen und Täuschen den Rücksichtlosen aus der Politik zu überlassen?
Obwohl selbst zum naturnahen, kontemplativen Leben in kreativer Abgeschiedenheit neigend, habe ich – als politischer Mensch – das Schweigen der Philosophen immer abgelehnt, da es die Passivität des Einzelnen und die unpolitische wie unkritische Haltung des Staatsbürgers im demokratischen Staat ermutigt und so den Rücksichtslosen in der Gesellschaft die freie Nahn bereitet, anstatt den zynischen Machtmissbrauch bestimmter Akteure zu stoppen.
Vgl. dazu auch:
Mein Werk über die Einsamkeit, einsehbar an der BNP in Paris, an welchem ist fast drei Jahrzehnte arbeitete, war gleich nach dem Erscheinen im Jahr 2015 vergriffen und konnte, überlagert von anderen Buchprojekten, bis zum heutigen Tag nicht wieder aus eigener Kraft neu aufgelegt werden.
[2] Quasi als Antwort auf meine aufklärende Publizistik der nach allen Seiten kritischen Art wie auf den Beitrag:
[3] Seit 2024 haben die Zensur-Maßnahmen gegen meine Blog-Beiträge – wahrscheinlich als Folge meiner kritischen Berichterstattung über den Vernichtungskrieg in Gaza – seht stark zugenommen und kulminieren nun mit der Löschung meines wichtigen Blogs bei WordPress. Mein Protest dagegen geht im Netz fast gänzlich unter.